Hermannstädter Stadtverwaltung spart Strom

Hermannstadt – Im Rahmen der Stromversorgungskrise verursacht durch die Dürre und dem niedrigen Stand der Donau, hat die Stadtverwaltung Hermannstadt beschlossen, sich an den Stromsparmaßnahmen zu beteiligen. In diesem Sinne wird die Straßenbeleuchtung in der Stadt eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang angemacht und eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang ausgemacht. Dieses ist möglich, da das Beleuchtungssystem eine digitale astronomische Uhr verwendet, die täglich anhand der GPS-Koordinaten den genauen Zeitpunkt für das Ein- und Ausschalten der Beleuchtung berechnet, je nach der genauen Uhrzeit von Sonnenuntergang und Sonnenaufgang.

Beim Einschalten wird die Beleuchtung mit 50 Prozent der Helligkeit betrieben. Zwischen 23:00 Uhr und 5:00 Uhr wird die Helligkeit auf 40 Prozent reduziert, da in diesem Zeitraum der Fußgänger- und Autoverkehr deutlich geringer ist. Ab 5:00 Uhr bis zum Ausschalten der Beleuchtung vor Sonnenaufgang wird die Helligkeit wieder auf 50 Prozent erhöht. Die Fachleute sind zu dem Schluss gekommen, dass die für die Verkehrssicherheit erforderliche Beleuchtungsstärke trotzdem gewährleistet ist. Dennoch werden Autofahrer und Fußgänger gebeten, in dieser Zeit besonders aufmerksam und umsichtig zu sein.

Die Maßnahmen sollen zu einer Senkung von 14 Prozent des Stromverbrauchs führen. 

„Seit 2020 haben wir jedes Jahr in die Energieeffizienz der Straßenbeleuchtung investiert. So ist diese mittlerweile zu fast 70 Prozent modernisiert. Wir haben energieeffiziente LED-Leuchten installiert, die deutlich weniger Energie verbrauchen als herkömmliche Leuchten. Darüber hinaus wurden diese an ein Fernverwaltungssystem angeschlossen, das es uns ermöglicht, die Lichtintensität der Straßenbeleuchtung zu bestimmten Nachtzeiten zu reduzieren. Angesichts der aktuellen Lage im Energiesektor und da wir aufgefordert wurden, den Verbrauch zu senken, werden wir jedoch einige zusätzliche Maßnahmen ergreifen“, erklärt Bürgermeisterin Astrid Fodor.