Reschitza – Die Stadt Reschitza hat seit Dienstag einen Haushaltsplan für 2025. Dessen „Großzügigkeit“, die von den Lokalmedien vermerkt wurde, beruht auf der umfassenden Nutzung von EU-Mitteln für Investitionen – wie seit Jahren schon, seit der gegenwärtig amtierende Bürgermeister, Ioan Popa von der PNL, die Entwicklungsrichtung von Reschitza maßgeblich bestimmt und sich dafür ein eingeschworenes Team zusammengestellt hat (bis hin zum Stadtrat, der von der PNL-Fraktion dirigiert wird).
Was allerdings das Eigenaufkommen der Stadt und die Zuwendungen von der Regierung in Bukarest betrifft, so ist 2025 das wohl ärmste Jahr des letzten Jahrzehnts. Unter dieser vorprogrammierten Armut leidet in erster Linie der Bereich Kultur, neben Sport und der sogenannten „partizipativen Budgetierung“ – die auf ein maximales Minimum zurückgeschraubt werden mussten – selbst unter Bedingungen, wo diese Bereiche nie in Kommunalhaushalten auch nur die Spur von großzügig dotiert waren.
2025 werden die Summen, die von der (zentral kassierten und von dort „umverteilten“) Einkommenssteuer nach Reschitza zurückkehren, monatlich um rund eine Million gekürzt sein (gegenüber den Vorjahren), erklärte Bürgermeister Popa seinen Stadträten vor der Abstimmung über den Haushaltsplan dieses Jahres. Deswegen werden städtische Infrastrukturarbeiten, die aus Eigenaufkommen finanziert werden, auf ein Minimum beschränkt bleiben.
Popa: „Mit Sicherheit beenden wir die Neugestaltung des Abschnitts von der Bersaubrücke beim Cultural-Gebäude (dem Theater des Westens) und bis zum orthodoxen Protopopensitz, also beim Gewerkschaftskulturhaus und dem `Frențiu`-Park. Ich muss auch mein Versprechen halten und einige Straßen in jedem der Vororte Câlnic, Moniom, Sekul, Țerova und Cuptoare asphaltieren lassen. Überall ein bisschen, für mehr reicht´s nicht. Kommt Geld herein von den Parkgebühren, sanieren wir auch ein paar weitere Parkplätze. Viele werden es sicher nicht sein. Investitionen aus unseren Eigenaufkommen wird es 2025 sehr wenige geben. Das meiste Geld wird wohl das Ersetzen des Katzenkopfplasters auf der Strecke zwischen der ehemaligen Industriebrache Mociur und der Fântânilor-Straße, ein letzter Abschnitt der neuen Parallelstraße, kosten, die wir aus Kostengründen nicht Strabag überlassen konnten, sondern in Eigenregie machen müssen.“