Kultur wird durch „Kreative Schulen“ dauerhaft in den Schulalltag integriert

Temeswar – Das Temeswarer Projektezentrum startet gemeinsam mit der städtischen Verwaltung für Gesundheit und Bildung (ASEMT) eine neue Ausgabe des Förderprogramms „Școli creative“ („Kreative Schulen“). Für die Ausgabe 2026–2027 steht ein Gesamtbudget von einer Million Lei zur Verfügung.

Zum ersten Mal erstreckt sich das Programm über zwei Kalenderjahre und ein vollständiges Schuljahr. Dadurch sollen die geförderten Projekte ausreichend Zeit haben, sich zu entwickeln und dauerhaft Teil des schulischen Alltags zu werden. Im Mittelpunkt stehen Projekte, die Kultur als Instrument für Lernen, Entdecken und Ausdruck einsetzen. Sie sollen Kreativität, kritisches Denken und die aktive Beteiligung der Schülerinnen und Schüler fördern.

Eine weitere Neuigkeit: Schüler werden bereits bei der Entwicklung der Projekte einbezogen. Die Themen orientieren sich unter anderem an ihren Interessen und umfassen die kreative Nutzung von Schulräumen, das Verhältnis zwischen Kultur und Umwelt, die Auseinandersetzung mit Emotionen durch Kunst sowie die Förderung von Lesen, Ausdrucksfähigkeit und kritischem Denken.

Die Projekte werden von Kulturakteuren gemeinsam mit einer oder zwei Schulen in Temeswar entwickelt. Das Centrul de Proiecte übernimmt die Finanzierung, während ASEMT die Beteiligung der Schulen unterstützt.

Lehrkräfte an den beteiligten staatlichen Schulen können für ihre Mitarbeit an den ausgewählten Projekten über ASEMT finanzielle Anreize von bis zu 1500 Lei brutto pro Monat erhalten. 

Für die gesamte Ausgabe 2026–2027 stehen eine Million Lei bereit. Ein einzelnes Projekt kann mit bis zu 80.000 Lei gefördert werden, wobei maximal 40.000 Lei pro Umsetzungsjahr vorgesehen sind.

Bewerben können sich unter anderem Selbstständige, Einzel- und Familienunternehmen, Handelsgesellschaften sowie juristische Personen des privaten oder öffentlichen Rechts. Ausgenommen sind öffentliche Einrichtungen, die dem Gemeinderat von Temeswar unterstehen.

Voraussetzung ist eine Partnerschaft mit mindes-tens einer und höchstens zwei allgemeinbildenden Schulen in Temeswar. Bewerbungen sind bis zum 7. September, 16 Uhr, möglich.

Das Förderprogramm geht aus dem kulturellen Erbe des Programms Temeswar – Europäische Kulturhauptstadt 2023 hervor und führt den Ansatz weiter, Kultur und Schule enger miteinander zu verbinden.

Gleichzeitig sollen die Ideen junger Menschen gemeinsam mit dem Kultursektor in konkrete Projekte umgesetzt werden.