Temeswar – Der Temescher Kreisrat hat die Ausschreibung für die Planung einer neuen Konzerthalle im Zentrum von Temeswar/ Timișoara gestartet. Das multifunktionale Kulturzentrum soll hinter dem Materna-Gebäude auf dem derzeitigen Parkplatz des Kreisrates entstehen. Die eigentlichen Bauarbeiten sind noch nicht ausgeschrieben. Der nun veröffentlichte Vertrag betrifft die Planung und die notwendigen technischen Dokumentationen.
Der geschätzte Wert des Planungsvertrags beträgt 15,29 Millionen Lei ohne Mehrwertsteuer. Angebote können bis zum 1. Oktober, 15 Uhr, eingereicht werden. Die gesamte Investition wird auf 35 bis 40 Millionen Euro geschätzt. „Wir machen den ersten Schritt zum Bau eines ikonischen Gebäudes in der Zone Null von Temeswar“, erklärte der Vorsitzende des Temescher Kreisrats, Alfred Simonis.
Das neue Zentrum soll eine beeindruckende Architektur erhalten und zu einem Wahrzeichen der Stadt werden. Geplant ist eine Hauptkonzerthalle mit mindestens 1000 Plätzen, die über eine natürliche Akustik nach internationalen Standards verfügen soll. Zum Komplex sollen außerdem Mehrzwecksäle, Ausstellungsflächen sowie im Erdgeschoss und auf der Mezzanine-Ebene Geschäfte, Buchhandlungen, Kunstgalerien, Designläden, Cafés und Restaurants gehören. Vorgesehen ist außerdem ein mehrstöckiges öffentliches Parkhaus mit rund 200 Stellplätzen.
Angesichts der zentralen Lage und der Nähe zu historischen Gebäuden wünscht sich der Kreisrat die Beteiligung von Teams unter Leitung international anerkannter Architekten. Das beauftragte Unternehmen muss unter anderem den Detailbebauungsplan, die Machbarkeitsstudie, die Unterlagen für Genehmigungen, das Bauprojekt, das technische Projekt und die Ausführungsdetails erstellen und später auch technische Unterstützung während der Bauarbeiten leisten.
Die ersten beiden Planungsphasen sollen innerhalb von 240 Tagen nach Erteilung der Startanweisung abgeschlossen werden. Die erstellte Dokumentation soll anschließend als Grundlage für die Beantragung europäischer Fördermittel dienen. Die Finanzierung der Gesamtinvestition soll aus EU-Mitteln und dem Haushalt des Temescher Kreisrats kommen.
Werden keine Einsprüche gegen das Vergabeverfahren eingelegt, könnte der Planungsvertrag bis Jahresende unterzeichnet werden. Die Planung soll anschließend etwa acht Monate dauern. Für die eigentlichen Bauarbeiten muss später ein separates Ausschreibungsverfahren durchgeführt werden.




