Temeswar – In Girok/Giroc bei Temeswar/Timișoara ist das neue Zentrum für inklusive Bildung „Dumitru Ciumăgeanu“ eröffnet worden. Die neue Bildungseinrichtung wurde innerhalb von nur zwölf Monaten fertiggestellt und stellt eine Investition von rund 62 Millionen Lei dar. Davon steuerte der Kreis Temesch etwa 15 Millionen Lei bei, der Rest stammt aus europäischen Mitteln des Nationalen Plans für Wiederaufbau und Resilienz (PNRR).
Auf einem Grundstück von rund 1,5 Hektar entstand ein Gebäude mit einer Fläche von etwa 5000 Quadratmetern. Die Schule verfügt über 28 Klassenräume, 22 Labore, einen Musikraum sowie einen Sinnesgarten und wurde speziell auf die Bedürfnisse von Kindern mit besonderen Anforderungen ausgerichtet.
Nach Angaben des Kreisratsvorsitzenden Alfred Simonis können künftig rund 250 Kinder die Einrichtung besuchen. Im bisherigen Gebäude waren aufgrund der beengten Platzverhältnisse lediglich etwa 150 Schüler untergebracht. Damit steigt die Kapazität um rund 60 Prozent.
Simonis bezeichnete das Gebäude als die bislang größte Schule in Rumänien, die mit Mitteln aus dem PNRR errichtet wurde. Besonders bemerkenswert sei die kurze Bauzeit: Noch vor rund einem Jahr habe man angesichts der engen Fristen vor der Entscheidung gestanden, die Finanzierung anzunehmen oder auf das Projekt zu verzichten.
Um die europäischen Fördermittel zu sichern, musste Simonis nach eigenen Angaben persönlich eine Erklärung unterzeichnen, mit der er die fristgerechte Fertigstellung garantierte. Trotz der damit verbundenen Risiken sei die Entscheidung getroffen worden – letztlich konnte das Projekt sogar vor dem ursprünglich vorgesehenen Termin abgeschlossen werden.
In den kommenden Wochen stehen noch kleinere Arbeiten sowie die notwendigen Abnahmen, Genehmigungen und die vollständige Ausstattung mit Mobiliar an. Danach soll die neue Schule ihren regulären Betrieb aufnehmen.




