Präsidialauszeichnung für Dr. Franz Metz

Banater Musikforscher erhält kulturellen Verdienstorden

Für sein bedeutendes Wirken im Sinne der Förderung der Banater weltlichen und Kirchenmusik sowie für seine rege Forschungstätigkeit erhält der Musikwissenschaftler Dr. Franz Metz den kulturellen Verdienstorden im Rang eines Kommandeurs von Präsident Ilie Bolojan. Foto: Zoltán Pázmány

Temeswar (ADZ) – Der interimistische Präsident Rumäniens, Ilie Bolojan, hat am Freitag, den 14. März, das Dekret zur Verleihung eines hohen Ordens an den Banater Musikwissenschaftler und Organisten Dr. Franz Metz unterzeichnet.
Als Zeichen der Anerkennung für die Professionalität und das Engagement zur Förderung der weltlichen und religiösen Musik sowie für die rege Konzert- und Forschungstätigkeit in diesem Bereich in Rumänien und Mitteleuropa verleiht Präsident Ilie Bolojan dem Musikforscher und Organisten Dr. Franz Metz den Orden für „Kulturelle Verdienste“ im Rang eines Kommandeurs, Kategorie B – „Musik“.

Dr. Franz Metz wurde 1955 in der banatschwäbischen Gemeinde Darowa, im Kreis Temesch, geboren. Er begann seine Musikstudien in Lugosch bei Prof. Josef Willer und Clara Peia. Von 1974 bis 1978 absolvierte er ein Orgelstudium an der Bukarester Musikhochschule. Bis 1985 war er als Organist und Kirchenmusiker in Temeswar tätig, wo er 1975 als Konzertorganist debütiert hatte. Im Laufe seiner Karriere gab Dr. Franz Metz zahlreiche Orgelkonzerte an bedeutenden Orgeln in ganz Europa und veröffentlichte wertvolle Studien zur Musikgeschichte Südosteuropas, er war als Dozent tätig und aktiv in zahlreichen Vereinen der Banater Deutschen.

Im Januar 2023 wurde er mit dem Ritterkreuz des Verdienstordens Ungarns ausgezeichnet, eine Ehrung für seine herausragenden Leistungen in der Erforschung der Kirchenmusik der Deutschen in Ungarn. Zuvor, im Jahr 2021, erhielt er die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für sein unermüdliches Engagement in der Pflege und Erforschung der Kultur deutscher Minderheiten. Eine weitere Auszeichnung erhielt er am vergangenen Samstag – den Preis „Punkt 12 der Proklamation von Temeswar“, der von der Timi{oara-Gesellschaft für die Förderung der Grundsätze der Proklamation in der Diaspora verliehen wird.