Purim in Bacău – Ein Fest der Gemeinschaft

Synagoge der Getreidehändler in Bacău

Am 14. März feierte die jüdische Gemeinde von Bacău das fröhliche Purim-Fest in der restaurierten Getreidehändler-Synagoge. Im jüdischen Kalender ist es der 14. Adar II 5785, ein jüdisches Schaltjahr, in dem es den Monat Adar zweimal gibt.

Unter den zahlreichen Ehrengästen war auch Mihaela Brunhuber, Vorsitzende des Demokratischen Forums der Deutschen in Bacău, die gemeinsam mit anderen Vertretern ethnischer Minderheiten an den Feierlichkeiten teilnahm.

Die Veranstaltung begann mit einer Begrüßung durch Hainrich Brif, den Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde, der die Bedeutung des Purim-Festes erläuterte. Die zentrale Botschaft von Purim, die Rettung der jüdischen Gemeinschaft im antiken Persien vor der Vernichtung durch Haman, wurde von Rabbi Yehoshua Aronovich lebendig und tiefgründig vermittelt. Er sprach über die vier wichtigsten Gebote von Purim: die öffentliche Lesung der Megillat Esther, das Verteilen von Speisen und Geschenken, Wohltätigkeit gegenüber Bedürftigen und ein festliches Mahl.

Für die deutsche Minderheit in Bacău war die Teilnahme an diesem Fest nicht nur eine Geste der Freundschaft, sondern auch ein Zeichen der jahrhundertelangen Verbundenheit verschiedener Kulturen in der Region.

Die musikalische Gestaltung übernahm der Chor „Shalom“ unter der Leitung von Mariana Herman und der Organist Adrian-Irinel Aciobaniței begeisterte mit einem klassischen Minikonzert. Zum Abschluss vereinte die traditionelle Purim-Hora alle Teilnehmer in einem fröhlichen Tanz – ein Moment der Zusammengehörigkeit, der die Vielfalt und den kulturellen Reichtum von Bacău widerspiegelte. Weitere Infos und Links sind auf der Website des Zentrumsforums Bacău unter www.forumbacau.ro zu finden.

Für die deutschen Vertreter war es ein bewegendes Fest, das einmal mehr zeigte, wie wichtig es ist, kulturelle Traditionen zu bewahren, das Miteinander in einer multikulturellen Gemeinschaft zu fördern.