Reschitza – Der Interimspräfekt des Banater Berglands, Cristian Gâfu (PNL), hat in dieser Woche die Vertreter aller Rathäuser von Karasch-Severin nach Reschitza bestellt, um öffentlich „komplette und überprüfbare Angaben“ zum Umsetzungsstadium der in Umsetzung befindlichen PNRR-Projekte“ zu machen. Gâfu schärfte den Vertretern der Rathäuser ein, dass es höchste Zeit sei, sich „dringend voll und ganz zu mobilisieren“ um die laufenden Projekte umgehend zu gutem Ende zu führen, vor allem jene, die vollständig von der EU finanziert werden. Denn am 31. August verliere Rumänien sämtliche EU-Finanzierungen von PNRR-Projekten aus EU-Mitteln, die nicht abgeschlossen werden konnten.
Zudem gab Präfekt Gâfu zu bedenken, dass jedes Rathaus dringend Überlegungen anstellen müsse, woher es das Geld zu nehmen gedenkt für die Finalisierung jener Vorhaben, bei denen man bereits jetzt weiß, dass sie bis zum festgelegten Termin – aus welchem Grund auch immer – nicht abgeschlossen werden können. Gâfu unterstrich während der Konferenz wiederholt und eindringlich, dass die Meldungen der Kommunen zum aktuellen Umsetzungsstadium ihrer PNRR-Projekte „akkurat und korrekt“ gemacht sein müssen, denn oberste Priorität sei es, auch für die noch im Amt befindliche Regierung, klar zu wissen, wie man damit steht: „Die Meldungen der Rathäuser müssen komplett und jederzeit überprüfbar sein: welches ist das wahre Umsetzungsstadium, wann schätzt man, dass das Vorhaben wirklich abgeschlossen werden kann, welche Summen sind bisher verrechnet, welche stehen noch aus, welche Termine sieht der Bauausführer als realistisch an – und zu allem bitte aktuelle Bilder von vor Ort! Wir müssen endlich ein reelles und jederzeit überprüfbares Bild der IST-Lage haben! Denn nur aufgrund dieser Kenntnisse können wir mit Aussicht auf Erfolg mit der EU-Kommission über das wirkliche Umsetzungsstadium und eventuelle Adjustierungen reden, die nötig sind bei einzelnen Komponenten von PNRR.“
Die zum Wochenbeginn einberufene Konferenz der Präfektur mit den Vertretern der Rathäuser des Banater Berglands war eine Folge der Videokonferenz des Interim-Premierministers Ilie Bolojan (PNL), die er gemeinsam mit Vizepremier und Innenminister Cătălin Predoiu, dem Minister für Entwicklung, öffentliche Arbeiten und Verwaltung, Cseke Attila, und Finanzminister Alexandru Nazare einberufen hatte und an der sich sämtliche Präfekten Rumäniens mit Stellungnahmen beteiligen mussten. Das Thema war dasselbe, das die Präfkten anderntags mit den Vertretern der Kommunen diskutieren wollten: die Analyse des Umsetzungsstadiums der PNRR-Projekte, die landesweit über den von der EU alimentierten PNRR-Fonds abgewickelt werden, sowie Möglichkeiten der Beschleunigung ihres Umsetzungsstadiums.




