„Refugiu“ wird Skulptur des Jahres in Temeswar

Virgil Scripcarius gewinnt den Peter-Jecza-Preis – seine Arbeit wird im Oktober aufgestellt

Virgil Scripcarius Arbeit wird im Oktober auf dem Domplatz aufgestellt. Foto: Jecza-Stiftung

Temeswar – Der Bildhauer Virgil Scripcariu hat mit seiner Arbeit „Refugiu“ (Deutsch: „Zuflucht“) die dritte Ausgabe des Peter-Jecza-Preises für die Skulptur des Jahres gewonnen. Erstmals wurde der Gewinner durch das Publikum bestimmt. Insgesamt gingen 1700 Stimmen für die vier Finalisten ein, davon 663 für Scripcariu.

Die Preisverleihung und die Präsentation des Gewinnerbeitrags finden im Rahmen einer Sonderveranstaltung in Temeswar/Timișoara statt, an der die Förderer des Projekts, die Organisatoren, die Jurymitglieder und die an dieser Ausgabe beteiligten Künstler teilnehmen werden. Das Gewinnerwerk „Refugiu“ wird Ende Oktober 2026 auf dem Domplatz aufgestellt und bleibt dort sechs Monate. Anschließend soll die Skulptur in den Skulpturenpark bei Shopping City Timișoara verlegt werden.

Der Künstler erhält auch ein Preisgeld von 8000 Euro. An der diesjährigen Ausschreibung der Jecza-Stiftung beteiligten sich 55 Künstler. Auf den weiteren Plätzen bei der Publikumswahl folgten Larisa Sitar mit „Figuri șezând“ (646 Stimmen), Bogdan Rața und Dan Vișovan mit „Sculpturi tăiate“ (309) sowie Șerban Ionescu mit „Turnătorie“ (82).

Der Peter-Jecza-Preis für die Skulptur des Jahres basiert auf einer einfachen und grundlegenden Idee: Die Skulptur darf nicht isoliert im konventionellen Raum einer Galerie oder eines Museums verbleiben.

„Sie kann Teil des Stadtlebens werden, die Wahrnehmung eines Ortes verändern und einen unerwarteten Dialog zwischen Kunstwerk, Raum und Gemeinschaft anregen“, sagt Sorina Jecza, die Vorsitzende der Stiftung. Der Preis ist nach dem Bildhauer Peter Jecza benannt, einem Gründungsmitglied der Triade-Stiftung (die seit diesem Jahr „Jecza-Stiftung“ heißt), als Würdigung seines bedeutenden Beitrags zur zeitgenössischen rumänischen Bildhauerei.