Renaissance-Musik auf Tour

Temeswar – Die Musik der Renaissance wird im Rahmen der Konzerttournee „Iter Musicum Europae – Romanian Tour 2026“ wieder lebendig. Vom 17. bis 28. September gastieren fünf auf Alte Musik spezialisierte Musiker aus Rumänien und Ungarn in zwölf rumänischen Städten und historischen Spielstätten – von Klausenburg/Cluj-Napoca über Birthälm/Biertan, Schäßburg/Sighișoara, Kronstadt/Brașov, Hermannstadt/Sibiu und Hunedoara bis nach Temeswar/Timișoara.

Auf dem Programm steht europäische Musik des 16. und 17. Jahrhunderts, gespielt auf historischen Instrumenten wie Laute, Viola da gamba, Blockflöte und Virginal. Auch historische Kostüme gehören zum Konzept. Veranstaltet wird die Tournee vom Verein „Festivalul Baroc Timișoara“.

Zum Ensemble gehören die Sopranistin Eszter Gyüdi, Emese Szilágyi (Blockflöte), Alina Rotaru (Virginal), der Gambist Arthur Balogh sowie der Lautenist und musikalische Leiter der Tour Caius Hera.

Eine Besonderheit der Tournee ist das Virginal, ein historisches Tasteninstrument aus der Familie des Cembalos. Caius Hera rekonstruierte das Instrument nach einem Amsterdamer Original aus dem Jahr 1605 in seiner Werkstatt in Temeswar. Die Dekoration stammt vom Künstler und Hochschullehrer Remus Rotaru von der Fakultät für Kunst und Design an der West-Universität Temeswar. Das heute in Rumänien selten zu hörende Instrument wird während der gesamten Tournee gespielt.

Die Konzerte führen unter anderem in die Kirchenburgen von Birthälm, das Fogarascher Schloss, das Brukenthal-Museum in Hermannstadt, das Corvin-Schloss in Hunedoara und die Basilika Maria Radna.

Abschluss der Tournee ist am 28. September um 19 Uhr in der römisch-katholischen Kirche in der Elisabethstadt von Temeswar.

„Das Projekt soll das heutige Publikum der Alten Musik näherbringen und zeigen, wie Musik während der Renaissance zwischen den verschiedenen europäischen Kulturräumen zirkulierte“, sagt Caius Hera, Vorsitzender des Vereins „Festivalul Baroc Timișoara“ und Projektleiter von „Iter Musicum Europae“.

Das Projekt verbindet neben den Konzerten auch historische Aufführungspraxis, musikwissenschaftliche Forschung und kulturelle Bildung. Im Rahmen des Projekts wurden außerdem eine Mini-Enzyklopädie zur Renaissance-Musik und eine professionelle CD produziert. Das Kulturprojekt wird von der Nationalen Kulturfondsverwaltung AFCN kofinanziert.