Rund 40 Jahre nach dem spurlosen Verschwinden an der Fassade zurück

„Eiar“ ist die dritte wiederhergestellte Statue auf dem Gebäude am Boulevard des 3. August 1919

„Eiar“ blickt nun wieder von der Fassade des Karl-Kuncz-Palais herab. Foto: Heritage Of Timișoara

Temeswar – Die allegorische Statue des Frühlings („Eiar“) wurde Ende vergangener Woche erfolgreich an der Fassade des Karl-Kuncz-Palais in Temeswar/Timișoara angebracht.

Die Aktion fand im Rahmen des Vorpark-Fabric-Festivals innerhalb der Feierlichkeiten zu den Temeswarer Festtagen „City Celebration 2026“ statt. Damit ist die Rekonstruktion des historischen Ensembles „Die vier Jahreszeiten“, das vor der rumänischen Revolution im Jahr 1989 spurlos verschwunden war, fast abgeschlossen. Im November soll auch die allegorische Statue des Winters angebracht werden.

Da keine Originalpläne existierten, schuf der Bildhauer Attila Nagy das 2,45 Meter hohe Kunstwerk ausschließlich auf Basis alter Archivaufnahmen. Die Statue stellt eine junge Frau mit einem Blumenkranz dar. Es ist bereits die dritte Statue des Gebäudes, die vom Bildhauer errichtet wird und wieder ihren Platz auf dem Dachsims des Palastes (auf dem Boulevard des 3. August 1919) eingenommen hat. Der „Herbst“ (Phthinoporon) kehrte im November 2024 zurück, der „Sommer“ (Theros) folgte im August 2025. Von der historischen Vierergruppe fehlt derzeit nur noch eine einzige Statue, die Allegorie des Winters.

Die Wiederherstellung des Statuenensembles wird vom „Prin Banat“-Verein (über die Initiative „Heritage of Timișoara“) und dem Verein „Ambulanța pentru Monumente Banat“ koordiniert. Das Projekt wird von der Stadt Temeswar über das Projektezentrum kofinanziert und gilt als Meilenstein für die Rückgewinnung des architektonischen Erbes der Stadt im Jugendstil-Viertel.