Temeswar (ADZ) – Die Temeswarer Stadtverwaltung hat am Montag den Haushaltsentwurf für das Jahr 2025 veröffentlicht. Das Budget beläuft sich auf 2,65 Milliarden Lei und liegt damit leicht über dem Vorjahreswert von 2,52 Milliarden Lei. Trotz der insgesamt höheren Summe plant das Bürgermeisteramt Einsparungen im Bereich der Personalkosten. Als Begründung führt die Stadt die im vergangenen Jahr beschlossene Senkung der Grundsteuer für nicht wohnwirtschaftlich genutzte Gebäude an.
Von den geplanten Gesamtausgaben entfallen 1,35 Milliarden Lei auf Entwicklungsmaßnahmen – finanziert aus dem städtischen Haushalt, dem Nationalen Wiederaufbauplan (PNRR) sowie aus rückzahlbaren Finanzierungen. Ein besonderer Fokus liegt auf Projekten im Bereich Mobilität, für den rund 35 Prozent der Entwicklungsausgaben vorgesehen sind. Dazu gehören unter anderem der Weiterbau des Solventul-Unterführungsprojekts sowie der Bau einer neuen Bega-Brücke in der Verlängerung der Solventul-Unterführung und die Sanierung der Muncii-Brücke in der Josefstadt, der Slavici–Polonă-Unterführung in Freidorf und der sogenannten „Pasarela Îndrăgostiților“ in der Fabrikstadt.
„Es handelt sich um einen ambitionierten Haushalt in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Unser Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung Temeswars und einer effizienteren Stadtverwaltung“, erklärte Bürgermeister Dominic Fritz. Zu den drei Hauptprioritäten für 2025 zählen laut Fritz Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur, die umfassende Sanierung mehrerer Schulen sowie der Ausbau der Sportinfrastruktur, darunter das neue Stadion an der Busiascher Straße, der Sportkomplex an der Mircea cel B²trân-Straße und der Wiederaufnahme der Bauarbeiten an der „kleinen Mehrzweckhalle“ auf dem Gelände der Polytechnischen Universität in Kooperation mit dem Temescher Kreisrat.
Weitere vorgesehene Investitionen betreffen unter anderem die Fertigstellung des Lenau-Schulcampus, die Modernisierung der Klinik für Balneologie, energetische Sanierungen von Wohngebäuden sowie städtische Sportanlagen. Neu gestartet werden sollen Projekte wie die städtebauliche Aufwertung der Fabrikstadt, die Gestaltung des sogenannten Revolutionsweges, die Modernisierung des Fernwärmenetzes sowie der Bau eines Skateparks. Nahezu 26 Millionen Lei sind für die Ausstattung der städtischen Krankenhäuser vorgesehen.
Die Betriebsausgaben belaufen sich auf rund 1,3 Milliarden Lei und decken unter anderem den öffentlichen Nahverkehr, Straßenbeleuchtung, Fernwärmeversorgung, Grünpflege, Stadtreinigung, öffentliche Sicherheit, Sozialdienste, Kultur und Sport ab.
Für die Straßen- und Gehwegsanierung stehen in diesem Jahr 90 Millionen Lei bereit – ein Plus von 20 Millionen gegenüber 2024. Auch die Mittel für Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten an Schulen und Kindergärten steigen um 35 Prozent auf 85 Millionen Lei.
Insgesamt rechnet die Stadt mit Einnahmen in Höhe von 2,35 Milliarden Lei – ein Anstieg gegenüber den im Vorjahr ursprünglich veranschlagten 2,26 Milliarden Lei. Bei der letzten Haushaltsanpassung 2024 lagen die tatsächlichen Einnahmen bei 2,5 Milliarden Lei. Die Personalausgaben sollen von 276 Millionen Lei im Jahr 2024 auf 234 Millionen Lei im laufenden Jahr sinken – ein Rückgang um rund 42 Millionen Lei. Die Stadt plant eine zügige Verabschiedung des Haushalts. Die öffentliche Debatte zum Entwurf findet bereits morgen, dem 27. März, um 17 Uhr im Ratssaal des Rathauses Temeswar statt.