Straße nach Lugosch soll vierspurig werden

Kreisrat Temesch plant Ausbau in drei Abschnitten

Temeswar – Der Temescher Kreisrat will den Ausbau der Kreisstraße 592 zwischen Temeswar und Lugosch/Lugoj deutlich ausweiten. Nach Angaben des Kreisratsvorsitzenden Alfred Simonis (PSD) soll nicht nur der Abschnitt von Neumoschnitza/Moșnița Nou˛ bis Albina vierspurig werden, sondern perspektivisch die gesamte Verbindung bis Lugosch. Konkret am weitesten fortgeschritten ist zunächst der Abschnitt von Neumoschnitza bis Albina, wo künftig die Anbindung an die Autobahn Temeswar – Morawitza/Moravi]a, die künftige A9, entstehen soll. Für dieses Teilstück läuft bereits die Planung. Die Ausschreibung für das Projekt zur Erweiterung auf zwei Fahrspuren je Richtung soll noch in diesem Jahr gestartet werden. Ein Baubeginn wurde nicht genannt.

Für die übrige Strecke bis Lugosch geht es dagegen zunächst um die Vorbereitung der Planungsunterlagen. Simonis erklärte, Verkehrszählungen hätten gezeigt, dass der Verkehr auf der Kreisstraße zwischen Temeswar und Lugosch bereits stark zugenommen habe. Besonders belastet sei der Abschnitt bis Busiasch. Deshalb solle nun zusätzlich eine Machbarkeitsstudie für den Ausbau der gesamten Strecke bis Lugosch in Auftrag gegeben werden.

Geplant ist eine Aufteilung in drei Abschnitte: von Neumoschnitza bis Albina, von Albina bis Busiasch und von Busiasch bis Lugosch. Die Planer sollen nach Angaben des Kreisrats auch prüfen, wie die Ortschaften entlang der Strecke künftig umfahren werden können. Der Ausbau solle nicht dazu führen, dass zusätzlicher Verkehr durch Orte wie Großkeweresch/Chevereșu Mare, Bakowa/Bacova oder Sinersig geleitet werde. Stattdessen sollen Umgehungsstraßen vorgesehen werden, ähnlich wie bei Busiasch.

Simonis verwies darauf, dass sich das Verkehrsaufkommen nach Fertigstellung der Autobahn Temeswar – Morawitza weiter erhöhen dürfte. Besonders im Bereich Albina, wo der künftige Autobahnanschluss vorgesehen ist, rechne der Kreisrat mit einer starken industriellen Entwicklung. Schon jetzt werde dort viel gebaut. Ohne rechtzeitige Investitionen könne ein bereits belasteter Straßenabschnitt zu einem ernsthaften Verkehrsproblem werden.

Für die Finanzierung setzt der Kreisrat auf europäische Mittel. Als Beispiel nannte Simonis die Kreisstraße 691 zwischen Temeswar und der Arader Kreisgrenze, die derzeit über das Regionale Programm West 2021-2027 modernisiert wird.

Unabhängig von diesen Ausbauplänen sind die Arbeiten an den Kreisverkehren bei Albina und an der Kreuzung mit der Straße nach Türkisch-Sakosch/Saco{u Turcesc fast abgeschlossen. Nach Angaben des Kreisrats stehen die Eingriffe an der Fahrbahn kurz vor dem Abschluss. Die Verkehrsbeschränkungen sollen in den kommenden Tagen aufgehoben werden. Restarbeiten an den Kreisverkehren sollen anschließend unter normalen Verkehrsbedingungen fortgeführt werden.