Temeswar schaltet Architekturbeleuchtung ab

Auch Arader Präfekt ruft zum Stromsparen auf

Temeswar/Arad – Die Stadt Temeswar schaltet vorübergehend die Architekturbeleuchtung mehrerer markanter Gebäude ab. Die Maßnahme soll den Stromverbrauch vor dem Hintergrund der Energiekrise senken. Zugleich verweist die Stadtverwaltung darauf, dass durch die Modernisierung der öffentlichen Beleuchtung auf zahlreichen Straßen bereits Einsparungen erzielt werden.

Nach Angaben von Vizebürgermeister Ruben Lațcău (USR) verfügen mehr als 70 Straßen und Boulevards in Temeswar inzwischen über LED-Leuchten und ein intelligentes Fernsteuerungssystem.

Dadurch könne die Lichtintensität stufenweise gesenkt werden, ohne die Sicherheit im Straßenverkehr zu beeinträchtigen. Auch der Botanische Park sei in dieses System eingebunden. Das System arbeitet nach einem gestaffelten Programm: Zwischen 23 Uhr und Mitternacht wird die Beleuchtung auf 70 Prozent gesenkt, danach bis 4 Uhr auf 50 Prozent. Von 4 bis 6 Uhr wird sie wieder auf 70 Prozent erhöht, ab 6 Uhr läuft die Beleuchtung je nach Jahreszeit bis zum Sonnenaufgang wieder mit voller Leistung. Nach Angaben der Stadt werden derzeit außerdem Angebote für die Modernisierung der Beleuchtung auf weiteren 66 Straßen und Boulevards geprüft.

Die Architekturbeleuchtung wurde zunächst an mehreren Kirchen und öffentlichen Gebäuden abgeschaltet. Betroffen sind unter anderem die Kirchen am B²lcescu-Platz, in der Ștefan-cel-Mare-Straße, an der Martirilor-Straße, am Millennium-Platz, am Mocioni-Platz, in der Dej-Straße und die St.-Josef-Kirche sowie die Temeswarer orthodoxe Kathedrale und die Oper. Weitere rund 20 mit Scheinwerfern beleuchtete Gebäude sollen folgen. Die Maßnahme sei vorübergehend, erklärte Lațcău.

Die Gebäude würden wieder beleuchtet, sobald solche Energiesparmaßnahmen nicht mehr notwendig seien.

Auch im Kreis Arad werden öffentliche Einrichtungen, Unternehmen und Bürger zum Stromsparen aufgerufen. Präfekt Mihai Pașca empfahl am Dienstag allen Behörden, lokalen Verwaltungen, Unternehmen und Bürgern, freiwillige Maßnahmen zur Senkung des Stromverbrauchs zu ergreifen. Ziel sei es, Energieverschwendung zu vermeiden, ohne wesentliche Tätigkeiten oder die Qualität öffentlicher Dienstleistungen zu beeinträchtigen.

Für Behörden und öffentliche Einrichtungen empfiehlt die Präfektur unter anderem eine Reduzierung der Architekturbeleuchtung an Verwaltungsgebäuden, Denkmälern und anderen öffentlichen Objekten. Auch die öffentliche Beleuchtung solle dort optimiert werden, wo dies ohne Sicherheitsrisiken möglich sei, etwa durch angepasste Betriebszeiten, geringere Lichtintensität in bestimmten Zeitfenstern und intelligente Steuerungssysteme.

Zudem sollen öffentliche Gebäude sparsamer betrieben werden. Dazu gehören das Ausschalten von Licht in ungenutzten Räumen, das Abschalten elektrischer Geräte und IT-Ausstattung nach Dienstschluss, die Vermeidung des Stand-by-Betriebs sowie ein sparsamer Einsatz von Klima- und Lüftungsanlagen. Größere Verbraucher sollen, soweit technisch möglich, außerhalb der abendlichen Spitzenzeiten betrieben werden. Außerdem empfiehlt die Präfektur regelmäßige Verbrauchskontrollen und die Benennung einer verantwortlichen Person in jeder Einrichtung.

Firmen werden aufgefordert, dekorative Beleuchtung und Leuchtreklamen außerhalb der Öffnungszeiten zu reduzieren, energieeffiziente Geräte zu verwenden und energieintensive Abläufe nach Möglichkeit aus den Spitzenzeiten zu verlagern. Bürger sollen unter anderem Licht in ungenutzten Räumen ausschalten, nicht benötigte Geräte vom Stromnetz trennen, Energiesparprogramme bei Haushaltsgeräten nutzen und auf LED-Leuchten umsteigen.

Stromsparen sei in der aktuellen Lage ein Zeichen der Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft, erklärte der Arader Präfekt Pașca. Es trage dazu bei, öffentliche Kosten zu senken, die Verwaltung effizienter zu machen und die Energiesicherheit zu stärken.