Temeswar – Die Stadt Temeswar/Timișoara ist derzeit Gastgeber einer französischen Wirtschaftsdelegation, die sich im Rahmen einer mehrtägigen Studienreise mit der Zukunft europäischer Großstädte beschäftigt. Mehr als 30 Führungskräfte französischer Unternehmen aus den Bereichen Stadtentwicklung, Immobilien, Bauwesen und Infrastruktur nehmen ebenso teil wie Vertreter des Pariser Palladio-Instituts und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).
Im Mittelpunkt des Besuchs steht die urbane Governance. Die Delegation befasst sich mit der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung Temeswars, der Modernisierung der Verwaltung sowie aktuellen Stadtentwicklungsprojekten. Auch die Bedeutung von Kultur, Architektur und öffentlichen Räumen für die gesellschaftliche Entwicklung der Stadt wird thematisiert. Gespräche mit Vertretern der Stadtverwaltung werden durch Besichtigungen verschiedener Projekte ergänzt.
Gastgeber und Schirmherr des Jahresprogramms 2026 des Palladio-Instituts ist Bürgermeister Dominic Fritz. Er ist der erste Politiker außerhalb des französisch-belgischen Raums, der diese Funktion übernommen hat. Bereits in Paris leitete Fritz ein Seminar zur urbanen Governance. Der Besuch in Temeswar soll nun den direkten Einblick in die Verwaltungsreformen und städtebaulichen Projekte der Stadt ermöglichen.
Zu den zentralen Stationen gehört der Trajansplatz, wo die Stadtverwaltung derzeit ihr umfangreichstes Stadterneuerungsprojekt umsetzt. Die Neugestaltung des historischen Viertels gilt als Beispiel für die Wiedergewinnung des öffentlichen Raums und die Sanierung des städtischen Kulturerbes.
Joachim Pflieger, Direktor der Palladio-Stiftung und Leiter der französischen Delegation, würdigte den Austausch mit der Stadtverwaltung und lokalen Akteuren. Temeswar zeige besonders deutlich, wie die Stadt von morgen bereits heute gestaltet werde. Zugleich brauche Europa einen intensiveren Dialog über die Fähigkeit von Städten, langfristig demokratische und gemeinschaftsorientierte Räume zu schaffen, erklärte er.





