Hermannstadt - Der universitäre Raum bedeutet bekanntermaßen nicht nur Studium, sondern auch Forschung. Die Hermannstädter Lucian-Blaga-Universität (ULBS) hat in den letzten Jahren verstärkt diesen Bereich ausgebaut. Beweis dafür sind die unterschiedlichen und vielseitigen Projekte für welche Finanzierungen gesichert werden konnten, wie auch die Platzierungen in den internationalen und den nationalen Rankings.
Der Liste können nun fünf weitere Projekte beigefügt werden die durch Mittel der Europäischen Union gefördert werden. Dabei handelt es sich um interdisziplinäre Projekte, die von den eigenen Forschungszentren entwickelt wurden und mit insgesamt 17,7 Millionen Euro durch das Programm „Region Zentrum 2021–2027“, Maßnahme 1.1 – Ausbau der Kapazitäten in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Innovation gefördert werden.
„Der Erhalt dieser neuen Fördermittel bestätigt einmal mehr die Ausrichtung der ULBS: qualitativ hochwertige Forschung, interdisziplinäre Ansätze und solide Partnerschaften mit der Privatwirtschaft. Wir hoffen, dass die Investitionen in den Ausbau der Forschungsinfrastruktur die Fähigkeit der Universität beschleunigen werden, wissenschaftliche Ergebnisse in Lösungen und Innovationen umzusetzen, die in aktuellen Bereichen anwendbar sind“, erklärt Dr. Sorin Radu, der Rektor der Universität.
Die fünf Projekte, die sich nun in der Vorvertragsphase befinden, sind die folgenden: Regionales Kompetenzzentrum für onkologische Forschung: Integrierte Entwicklung von Lösungen zur Früherkennung und minimalinvasiven Therapie bei Tumoren des Verdauungstrakts durch die Kombination der Technologien „Flüssigbiopsie“, „räumliche Multiomik“ und „KI-gestützte Radiogenomik“ an der Fakultät für Medizin unter der Leitung von Dr. Radu Fleacă, Integrierte Plattform für fortschrittliche KI-Lösungen zur klinischen Entscheidungsfindung auf der Grundlage mathematischer Bildverarbeitung (BRAIN-AI), an der Fakultät für Naturwissenschaften unter der Leitung von Dr. Ana Maria Acu, Ausrüstung und Technologien für intelligente Fertigung und schnelle Produktentwicklung – ETFIND, an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften in Partnerschaft mit der Technischen Universität Klausenburg unter der Leitung von Dr. Gabriel Sever Racz, Integriertes Forschungs- und Innovationszentrum für die Kultur- und Kreativwirtschaft: Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und der Widerstandsfähigkeit der Gemeinden durch den ökologischen Wandel in der Region Zentrum (CREATIV+) an der Fakultät für Philologie und Kunst unter der Leitung von Dr. Andrei Terian und ein sektorübergreifender, integrativer Knotenpunkt für angewandte Forschung, Kompetenzentwicklung und psychopädagogische Analyse mittels AI-LivingLabs, die sich auf Technologien mit grünem Wasserstoff konzentrieren, zur Bewertung von Technostress in den Kreativbranchen innerhalb der akademischen Gemeinschaft GREEN-MIND, an der Fakultät für Geisteswissenschaften unter der Leitung von Dr. Daniel Mara.
Die neuen Finanzmittel werden dazu beitragen, die Forschungs- und Innovationsinfrastruktur der ULBS mit über 3,7 Millionen Euro auszustatten. Diese Mittel sind für die Modernisierung und den Ausbau der Ressourcen bestimmt, die für Spitzenforschung, Wissenstransfer und die Umsetzung der Ergebnisse in unternehmerischen Umfeldern erforderlich sind.




