Temeswar – Nachdem das Gebäude der Abteilung für Geburtshilfe des Odobescu-Krankenhauses in Temeswar/Timișoara Anfang Dezember letzten Jahres geschlossen wurde, zieht nun die Geburtenklinik in die Räume der ehemaligen Privatklinik „President“ im Stadtteil Blașcovici um. Der Umzug hat diese Woche begonnen.
Die Leitung des Städtischen Krankenhauses Temeswar und der Eigentümer des Gebäudes unterzeichneten am Donnerstag den Vertrag über die Anmietung des Gebäudes mit vier Operationssälen, die mit medizinischen Geräten ausgestattet sind, und Stationen mit 60 Betten und medizinischen Geräten. Die Klinik hat eine Fläche von 1873 Quadratmetern, ist mit einem Aufzug für den Transport von Krankentragen ausgestattet und verfügt über einen speziellen Zugang für Krankenwagen. Der Mietvertrag wurde für drei Jahre abgeschlossen und umfasst sowohl die medizinischen Räumlichkeiten als auch die notwendige Ausstattung, wie Sauerstoff- und Vakuumanlagen, Möbel und medizinische Geräte. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 44.500 Euro pro Monat, wobei das Krankenhaus in den ersten 45 Tagen keine Miete zahlen muss.
„Ich bin froh, dass die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen wurden und wir einen unterzeichneten Vertrag haben, der es uns ermöglicht, mit dem Umzug zu beginnen. In Kürze wird das Entbindungszentrum wieder, unter wesentlich besseren Bedingungen für Mütter und Babys zur Verfügung stehen. Seit wir den Betrieb der alten Entbindungsstation in diesem Raum aus Sicherheitsgründen einstellen mussten, war es unser Ziel, einen modernen und sicheren Raum zur Verfügung zu stellen, und dies wird nun Wirklichkeit“, sagte der Temeswarer Bürgermeister Dominic Fritz Ende vergangener Woche.
Am 1. Dezember 2024 ist die Decke im Badezimmer eines Krankenzimmers des Odobescu-Entbindungskrankenhauses eingestürzt. Kurz darauf wurde das sanierungsbedürftige Gebäude komplett geschlossen: ein Teil der Mütter und ihre neugeborenen Babys wurden aus dem Krankenhaus entlassen, weitere Neugeborene wurden in das Kinderkrankenhaus „Louis }urcanu“ transportiert und neue Fälle in das Entbindungskrankenhaus Bega umgeleitet. Das gegenüberliegende Gebäude, das Gebäude des Gynäkologiekrankenhauses, ist weiterhin in Betrieb.
Seither wurden verschiedene Alternativen gesucht, Verhandlungen mit dem Temescher Kreisrat und der Leitung des Kreiskrankenhauses für einen Umzug in die alte Entbindungsklinik „Bega“ scheiterten.