Weg für den Bau des neuen „Dan Păltinișanu“-Stadions ist frei

Ausführungsvertrag wurde am CNI-Sitz in Bukarest unterzeichnet

Bukarest/Temeswar – Nach monatelangen Verzögerungen ist der Bauvertrag für die neue Großarena in Temeswar/Timișoara offiziell unter Dach und Fach. Der Ausführungsvertrag wurde am Dienstag am Sitz der Nationalen Investitionsgesellschaft (CNI) in Bukarest unterzeichnet. Der Kreisrat Temesch/Timiș will zunächst mindestens 125 Millionen Lei aus dem eigenen Haushalt bereitstellen.

Nach Angaben des Temescher Kreisratsvorsitzenden Alfred Simonis hat das beauftragte Unternehmen zunächst einige Monate Zeit, um die Ausführungsplanung fertigzustellen. Anschließend sollen die eigentlichen Bauarbeiten beginnen. „Temeswar und Kreis Temesch haben lange genug gewartet“, sagte Simonis bei der Unterzeichnung. Der Kreisrat werde in den Jahren 2026 und 2027 mindestens 125 Millionen Lei für die Arbeiten bereitstellen. Die Finanzierung aus dem Kreishaushalt soll so lange erfolgen, bis die CNI die Finanzierung voraussichtlich 2028 übernehmen kann.

Simonis kritisierte zugleich Politiker, die sich in den vergangenen Monaten gegen das Projekt ausgesprochen hätten. Es sei behauptet worden, Temeswar brauche keine derartige Arena, das Projekt sei „pharaonisch“ und es gebe kein Geld dafür. Auch seien angebliche Strafverfahren als Grund genannt worden, warum der Bau nicht beginnen könne. „Nun beginnt er“, sagte Simonis und bezeichnete die früheren Argumente als erfunden. Gleichzeitig kritisierte er Politiker, die sich nach der Vertragsunterzeichnung plötzlich als Unterstützer des Stadions präsentieren würden.

Simonis betonte außerdem, dass der Kreis keine Sonderbehandlung vom Staat verlange. Es gehe vielmehr um Investitionen in die eigene Region. Kreis Temesch sei einer der größten Beitragszahler zum Staatshaushalt. Nach seinen Angaben seien mit Steuergeldern aus Temesch bereits mehr als zehn Stadien in anderen Teilen Rumäniens gebaut worden, ohne dass der Kreis dafür eine Kofinanzierung leisten musste. Für das neue Stadion in Temeswar müsse die Kreisverwaltung dagegen 25 Prozent der Kosten übernehmen.

Trotz der Verzögerungen sei nun entscheidend, dass das Projekt freigegeben und der Vertrag unterschrieben wurde: „Wir haben das Geld, wir können beginnen“, sagte Simonis, der abschließend ankündigte, auch jene Politiker zur späteren Stadioneröffnung einzuladen, die das Projekt in der Vergangenheit kritisiert hatten oder verhindern wollten. Das Stadion sei letztlich weder das Eigentum einer Partei noch eines einzelnen Politikers, sondern „das Stadion des Kreises Temesch“, so Simonis.