Wenn Hanukkah und Weihnachten sich begegnen

Doina Boana begeistert mit stimmungsvollen Liedern zur Weihnachts- und Hanukkah-Zeit in der Synagoge. Foto: Petre Done

Bacău - Am 29. Dezember feierte die Jüdische Gemeinde von Bacău das Hanukkah-Fest mit dem feierlichen Entzünden der vierten Kerze in der historischen Synagoge „A. A. Rosen“. Das Fest fiel in diesem Jahr zeitlich mit Weihnachten zusammen.
Die Veranstaltung wurde vom Vorsitzenden der Gemeinde Hainrich Brif und dem Rabbiner für Iași und der Moldau Yehoshua Aronovici geleitet. Unter den zahlreichen geladenen Gästen waren auch Vertreter der armenischen und deutschen Minderheit, Vasile Agop und Mihaela Brunhuber, sowie lokale Würdenträger wie der Stadtrat Ilie Bîrzu und der Präsident der Kreisfiliale des Veteranenkults, Danuț Voicu.

In seiner Ansprache hob Rabbiner Aronovici die Bedeutung von Hanukkah als Fest der Hoffnung und des Lichts hervor. Er erinnerte an die Kraft der Wunder und den Geist der Solidarität, den das Fest symbolisiert. Die Teilnehmer sprachen Gebete für die in Gaza festgehaltenen israelischen Geiseln und gedachten der aktuellen Herausforderungen Israels.

Musikalisch wurde die Feier vom Chor „Shalom“ unter der Leitung von Mariana Herman sowie der Folkmusikerin und Mitglied des DFDR in Bacău, Doina Boana untermalt. Tänze und traditionelle Lieder sorgten für eine festliche Atmosphäre.
Die Kreisfiliale des Heldenkults überreichte der jüdischen Gemeinde eine Silbermünze, die an Mauriciu Brociner, den ersten jüdischen Offizier der rumänischen Armee, erinnert. Hainrich Brief erinnerte bei der Gelegenheit, dass rumänische Juden nach dem ersten Weltkrieg aufgrund von Rassismus vom Kriegsdienst ausgeschlossen wurden.