Wirtschaftsleistung im Sinkflug

Gegenüber 2023 stand das Südbanat 2024 bei nahezu allen Indikatoren schlechter da

Reschitza – Dass das Banater Bergland seit dem Abwürgen von Bergbau, Hüttenwesen und Maschinenbau in den 1990er Jahren zu den wirtschaftlich schwächsten Landeskreisen Rumäniens gehört – daran hat man sich allmählich gewöhnen müssen (inklusive, was das durchschnittliche Lohnniveau angeht, das weit hinter den Boom-Regionen liegt). Dass es aber immer weiter abwärts geht, daran kann man sich schwerer gewöhnen, es sei denn, man zieht seine Konsequenzen und zieht woandershin um (das mit dem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung pa-rallele Schrumpfen der Bevölkerungszahl hat nicht nur Altersursachen...).

Jüngst hat sich in Reschitza das Präfekturkollegium mit dem Phänomen des verallgemeinerten Schrumpfens im Banater Bergland beschäftigt – ohne mit den Statistiken unbedingt auf Handlungs-Schlussfolgerungen abzuzielen, außer, das Phänomen in seinem ganzen Umfang erst einmal bewusst zu machen. Da noch nicht alle Daten über das volle Jahr 2024 dem Statistikamt vorliegen, gehen die zitierten Daten bis Oktober 2024. Begriffe wie „Rückgang“, „Schrumpfen“ u.Ä. wurden vermieden.
In der Zeitspanne Januar – Oktober 2024 lag die Gesamt-Wirtschaftsleistung der Industrie des Banater Berglands bei 1.525.764.057,98 Lei, somit bei 81,8 Prozent der Vorjahresleistung derselben Zeitspanne (2023: 1,864.108.340,06 Lei). Thema der Tagung des Präfekturkollegiums war – in offensichtlicher Anlehnung an die Jahre vor 1989! – der „Stand der Erfüllung der Ziele des Regierungsprogramms 2023-2024 im zweiten und dritten Semester 2024“. Die Daten zusammengetragen hat die Dienststelle der Präfektur, die sich mit dem „Monitoring der Dezentralisierten Öffentlichen Dienste, dem Katastrophenschutz und Europäischen Angelegenheiten“ zu beschäftigen hat.
Im Bericht wird aufgezeigt, wie die Exporte aus dem Banater Bergland zurückgingen (in der genannten Zeitspanne: 215,318 Mio. Euro, also um 9,464 Mio. Euro unter derselben Zeitspanne 2023), wobei gleichzeitig die Importe stiegen. Sie lagen 2024 bis Oktober bei 166,2 Mio. Euro, um 6,926 Mio. Euro über dem Stand von 2023.

Arbeitnehmer gab es in den ersten zehn Monaten von 2024 um 513 mehr (Stand: 55.258) als zur selben Zeit 2023, doch macht diese Arbeitnehmerzahl nur 0,91 Prozent der Gesamtarbeitnehmerzahl Rumäniens aus, womit Karasch-Severin auf Rang 35 unter den 42 Landeskreisen liegt. Ungünstig, dass der Großteil der Arbeitnehmer (33.649) im Beamten- und Dienstleistungssektor tätig ist, während 18.998 in der Industrie und im Bauwesen und 2611 in der Landwirtschaft, im Forst- und Jagdwesen tätig sind.
In der Mitte der analysierten Zeitspanne, Juli 2024, lag das monatliche durchschnittliche Einkommen der Arbeitnehmer Rumäniens bei brutto 8612 Lei – um 14,69 Prozent über dem Niveau vom Juli 2023. Das durchschnittliche Nettoeinkommen lag zur selben Zeit um 576 Lei (+12,28 Prozent) über jenem von 2023. Gleichzeitig lag das monatliche Durchschnittseinkommen im Banater Bergland bei brutto 7161 Lei, um 1451 Lei (oder 16,9 Prozent) unter dem Landesniveau. Das durchschnittliche monatliche Nettoeinkommen betrug 4362 Lei, lag also um 906 Lei oder 17,2 Prozent unter dem Landesdurchschnitt. 

Im Oktober 2024 gab es im Banater Bergland 3053 Arbeitslose, um 578 weniger als im Jahr zuvor. 3,7 Prozent der arbeitsfähigen Frauen und 3,1 Prozent der arbeitsfähigen Männer waren arbeitslos.
Rentner gab es im Oktober 2024 im Banater Bergland 67.211, um 0,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die monatliche Durchschnittsrente lag bei kärglichen 2389 Lei – um fast 200 Lei unter der landesweiten monatlichen Durchschnittsrente (2582 Lei im Juli 2024).
Der Wohnungsbau ist – ein Spiegel der Baisse – 2024 stark geschrumpft: von Januar bis Oktober 2024 sind 120 Baugenehmigungen für Eigenheime ausgestellt worden – um 30,6 Prozent weniger als 2023. Bis Oktober 2024 sind im Banater Bergland 35 Neubauwohnungen fertiggestellt worden, 20 in den acht Städten, 15 im ländlichen Raum. Immerhin waren das um fast zehn Prozent mehr als in de