Temeswar – Am vergangenen Wochenende hat Dominic Fritz, Bürgermeister von Temeswar/ Timișoara, einen wichtigen Schritt für die Zukunft der Synagoge in der Fabrikstadt angekündigt. In einer Erklärung in den sozialen Medien teilte er mit, dass die Stadtverwaltung mit der jüdischen Gemeinde in einen Dialog treten werde, um die zukünftige Nutzung des vom ungarischen Architekten Lipót Baumhorn entworfenen und im Jahr1899 eingeweihten Bauwerks zu gestalten.
„Wir beginnen mit Konsultationen der Gemeinde über die Zukunft der Synagoge in der Fabrikstadt. Wir möchten, dass sie ein lebendiger Raum wird, der Menschen für kulturelle Veranstaltungen, Bildungsaktivitäten oder Gemeindeversammlungen zusammenbringt“, erklärte Fritz. Dieser Prozess soll in Form von partizipativen Workshops im Frühjahr dieses Jahres stattfinden. In enger Zusammenarbeit mit dem World Monuments Fund, das Mittel für die Restaurierung der Synagoge bereitstellt, wird dabei die beste Nutzungsmöglichkeit für die Synagoge erarbeitet.
Das Gebäude, das zu den markantesten architektonischen Erbstücken von Temeswar gehört, wurde seit Herbst 2024 bereits einer Reihe von konservatorischen Maßnahmen unterzogen. Unter anderem wurde das Dach mit einer speziellen Membran abgesichert, um das Gebäude vor weiteren Schäden zu bewahren. Zudem werden die Buntglasfenster und andere wertvolle architektonische Elemente restauriert, während die Balkonstrukturen verstärkt werden. Der nächste Schritt sind Arbeiten an der hölzernen Dachkonstruktion.
„Ich bin zuversichtlich, dass die Synagoge in der Fabrikstadt ihren Glanz und ihre Bedeutung für das Leben der Gemeinde wiedererlangen wird“, sagte der Bürgermeister. Die Synagoge soll ein zentraler Bestandteil des geplanten Stadterneuerungsprojekts am nahegelegenen Trajans-Platz werden, das bald beginnen soll.
Die Synagoge in der Fabrikstadt war einst ein Zentrum für die jüdische Gemeinde in Temeswar.
Das langfristige Ziel ist es, der Fabrikstädter Synagoge einen neuen, funktionalen Platz im modernen Temeswar zu verleihen und gleichzeitig ihre historische und kulturelle Bedeutung zu bewahren.