Bauwesen und Investitionen stützen Konjunktur – Wirtschaft dennoch rückläufig

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Bukarest (ADZ) - Industrie, Handel sowie private Konsumausgaben haben im ersten Halbjahr dieses Jahres die Wirtschaft gebremst, während von Baugewerbe und Investitionen positive Impulse kamen. Das Nationale Statistikamt (INS) hat am Montag den Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,7 Prozent über die ersten sechs Monate 2026 gegenüber demselben Vorjahreszeitraum bestätigt und detaillierte Daten als in der Schnellschätzung von Mitte August vorgelegt. 

Demnach lagen die (nach Entstehungsrechnung) größten Sektoren der Wirtschaft deutlich im Minus: der Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe mit einem Anteil von 21,6 am BIP im ersten Halbjahr drückte die Wirtschaftsentwicklung um 0,9 Prozentpunkte ins Minus, die Industrie (16% BIP-Anteil) bremste um 0,5 Prozentpunkte und öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit (12,7% BIP-Anteil) wirkten sich mit minus 0,2 Prozentpunkten auf die Konjunktur aus. Den deutlichsten positiven Beitrag von 0,7 Prozentpunkten hatte das Baugewerbe, trotz eines Anteils am BIP von lediglich 6,2 Prozent. 

Weitere negative Impulse kamen aus dem IT- und Kommunikationssektor (-0,3 Prozentpunkte) sowie dem Immobilienwesen (-0,3 Prozentpunkte), Finanz- und Versicherungsleistungen sowie Unternehmensdienstleistungen blieben unverändert, die Landwirtschaft wirkte sich leicht positiv aus (+0,1 Prozentpunkte) und sonstige Dienstleister (z. B. Kulturbereich und Haushaltsreparaturen) trugen 0,4 Prozentpunkte zur BIP-Entwicklung bei. Die Bruttowertschöpfung bremste insgesamt um 1,0 Prozentpunkte, zu dieser werden (in der Entstehungsrechnung) Gütersteuern (wie Tabak- oder Mehrwertsteuer) hinzugefügt und die Gütersubventionen abgezogen, um das Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen zu ermitteln. Aus den Nettogütersteuern ging im ersten Halbjahr ein weiterer positiver Impuls von 0,3 Prozentpunkten hervor. 

Private Konsumausgaben bremsten bei einem Anteil von 69,4 Prozent am BIP die Wirtschaftsentwicklung um 1,4 Prozentpunkte, die Konsumausgaben des Staates hatten mit 0,6 Prozentpunkten einen positiven Beitrag. Außerdem ging im ersten Halbjahr 2026 ein positiver Impuls von 2,4 Prozentpunkten auf Bruttoanlageinvestitionen (24,5% BIP-Anteil) zurück, Vorratsveränderungen bremsten hingegen deutlich (-2,2 Prozentpunkte). Aufgrund etwas stärker gestiegener Importe als Exporte war der Außenbeitrag negativ (-0,1 Prozentpunkte).