Bericht: Batteriespeicher erreichen 1630 MWh

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Bukarest (ADZ) - Die Batteriespeicherkapazität in Rumänien ist innerhalb von zwei Monaten um 45 Prozent auf 1630 Megawattstunden (MWh) am 20. Juni gestiegen; die Leistung der Batteriespeicher lag gleichzeitig bei 878 Megawatt (MW). Entsprechend einem am vergangenen Wochenende veröffentlichen Bericht der Nachrichtenplattform e-nergia.ro lag die Kapazität Ende April noch bei 1130 MWh. Die Daten stützen sich auf Informationen des Stromnetzbetreibers Transelectrica.

Die größte Speicheranlage liegt demnach in Florești im Kreis Klausenburg/Cluj, hat eine Kapazität von 402 MWh bzw. eine Leistung von 201 MW und wird von Nova Power & Gas der rumänischen E-INFRA-Gruppe betrieben. Die nächstgrößte Anlage liegt im Kreis Ialomița bei Gura Ialomiței (300MWh/150MW), wird von Aukera Energy – Tochter des belgischen Investmentunternehmens AtlasInvest – betrieben und soll noch erweitert werden. Bei Obreja, Kreis Caraș-Severin, liegt die größte Speicheranlage des Banats (206MWh/100MW) und momentan drittgrößte im Land, die von Energy Capital Group, Teil der türkischen GÜRIȘ-Gruppe, betrieben wird. 

Laut dem Bericht sind Kapazität und Leistung der Batteriespeicher hier-zulande im Bezug auf den Bedarf weiterhin gering, das Tempo mit welchem diese erweitert werden, sei allerdings auch relevant. Laut einer Aussage bei einer Fachkonferenz von Gabriel Andronache, Vizepräsident der Energieregulierungsbehörde ANRE, vom Winter dieses Jahres dürfte bis Ende des 2026 die Kapazität der Speicheranlagen etwa 2000 MW erreichen, etwa drei Mal mehr als Ende 2025. 

Die Speicheranlagen sind nötig, um auf billig produzierte Solar- oder Windenergie auch zu Spitzenkonsumzeiten, bei Windstille oder Dunkelheit zugreifen zu können. Eine Momentaufnahme von Montagmittag zeigte, dass die Stromproduktion von 5749 MW zu über 44 Prozent bzw. 2557 MW aus Solaranlagen stammte, gefolgt von Wasserkraft (1303MW/23%) sowie Gas und Erdöl (674MW/12%). Der Konsum lag gleichzeitig bei 5078 MW.

Andronache gab auch an, dass insgesamt der Unterschied zwischen Importen und Exporten für das rumänische Stromsystem nicht besonders groß sei, allerdings werde hauptsächlich zu Spitzenkonsumzeiten importiert, wenn der Preis deutlich höher ist.