Bukarest (ADZ) - Das Nationale Statistikamt (INS) hat am Freitag in einer weiteren Schätzung die Konjunkturdaten für das erste Quartal 2026 verbessert, der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gegenüber dem Zeitraum Januar bis März 2025 lag demnach saisonbereinigt bei 1,1 Prozent (brutto -1,2%). In einer ersten Schnellschätzung Mitte Mai ging das Statistikamt noch von minus 1,5 Prozent aus (brutto -1,7%). Ende dieser Woche hat INS auch die Beiträge der einzelnen Bereiche zur BIP-Entwicklung veröffentlicht.
Dienstleistungen größtenteils im Minus – Baugewerbe stützt
Von der Entstehungs- bzw. Produktionsseite her betrachtet hat besonders der breit gefasste Dienstleistungssektor Handel, Verkehr und Gastgewerbe die Konjunktur gebremst: minus 0,8 Prozentpunkte war der Beitrag diese Bereichs zur wirtschaftlichen Entwicklung. Mit einem Anteil von 22,5 Prozent am BIP handelt es sich auch um den Sektor, der am stärksten ins Gewicht fällt, laut INS ist das Aktivitätsvolumen gegenüber demselben Quartal im Vorjahr um 3,1 Prozent gesunken.
Außerdem wurde die Wirtschaftsentwicklung vom IT- und Kommunikationssektor sowie von Unternehmensdienstleistungen um je 0,3 Prozentpunkte gebremst, Industrie sowie öffentliche Dienstleistungen, Erziehung und Gesundheit hatten jeweils einen negativen Beitrag von 0,2 Prozentpunkten.
Das Baugewerbe ist im ersten Quartal um 7,9 Prozent gestiegen, bei einer Gewichtung von 5,3 Prozent am BIP kam aus dem Bereich auch der deutlichste positive Beitrag mit 0,4 Prozentpunkten. Weitere 0,3 Prozentpunkte hat der Sektor beigetragen, der Kulturveranstaltungen und Dienstleistungen umfasst, die nicht anders angegeben werden.
Konsum der Haushalte geht zurück
Nach Verwendungsseite (Ausgabenansatz) berechnet, drückte der Konsum der Haushalte die Wirtschaft um 1,2 Prozentpunkte ins Minus – bei einer Gewichtung von 64,6 Prozent am BIP und einem Volumenrückgang um 1,8 Prozent. Ein Wachstum bei Bruttoanlageinvestitionen stützte die Konjunktur um 0,9 Prozentpunkte, wobei INS einen negativen Beitrag von 1,0 Prozentpunkten aus Vorratsveränderungen ermittelte. Der Außenbeitrag hat die BIP-Entwicklung mit 0,2 Prozentpunkten gestützt.







