Inflation sinkt im Juli auf 8,2 Prozent

Diesel und Benzin haben sich mit 30,7 bzw. 23,15 Prozent in den vergangenen 12 Monaten besonders stark verteuert. | Symbolfoto: pixabay.com

Bukarest (ADZ) - Die jährliche Inflationsrate ist im Juli auf 8,2 Prozent gesunken, nachdem in den drei Monaten davor jeweils Werte über zehn Prozent verzeichnet wurden. Grund für den zweiprozentigen Rückgang ist der Basiseffekt – im Vergleichsmonat im Vorjahr lagen die Verbraucherpreise (aufgrund der sprunghaft angestiegenen Strompreise nach der Liberalisierung im Juli 2025) bereits auf einem höheren Niveau. 

Die Preissteigerung für elektrische Energie lag im Juli 2026 gegenüber demselben Monat im Vorjahr mit 3,4 Prozent nun das erste Mal seit 12 Monaten auch im einstelligen Bereich und deutlich unter der durchschnittlichen Inflationsrate. Spürbar mehr als vor einem Jahr kosteten hingegen Benzin (+23,15%) und Diesel (+30,7%), die höchste Preissteigerung gab es bei Mieten (+42,4%), wobei diese auf eine Gesetzesänderung im Frühjahr zurückgeht, welche Mieten beim Staat betrifft. 

Dienstleistungen verteuerten sich durchschnittlich innerhalb der letzten 12 Monate um 13,7 Prozent, Güter um 7,9 Prozent und Lebensmittel um 5 Prozent. Erhöhungen über zehn Prozent gab es unter Anderem auch bei Kaffee (+19,5%), Wasserversorgung, Kanalisation und Müllabfuhr (+16%), Hygiene- und Kosmetikdiensten (+14,1%), TV-Abos (+14,1%), Eier (+13,9%), Gesundheitsversorgung (+12,5%) oder  Kuhmilch (+11,3%). Niedrigere Preise als im Vorjahr gab es bei frischen Früchten (-13,8%), Kartoffeln (-13,7%), Mehl (-4,3%) oder Butter (-0,5%).

BNR erwartet weiteren Inflationsrückgang 

Die Rumänische Nationalbank (BNR), welche Anfang dieser Woche die Geldpolitik unverändert belassen hat, erwartet für das dritte Quartal dieses Jahres einen weiteren substantiellen Rückgang der Inflationsrate. Neben den statistischen Auswirkungen der Strompreisliberalisierung läuft in diesem Zeitraum auch der Einfluss der Mehrwert- und Verbrauchssteuererhöhungen von vergangenem Sommer aus. 2027 erwartet die BNR einen graduellen Rückgang der Teuerungsrate, gegen Ende des kommenden Jahres sei es möglich, dass das Inflationsziel von 1,5 bis 3,5 Prozent wieder erreicht werde.

Zu den Risiken zählt die Nationalbank die Preisentwicklungen bei elektrischer Energie und Lebensmitteln im Rahmen der derzeitigen Dürre, aber auch die Entwicklung des Ölpreises oder die interne politische Situation. Die Veröffentlichung der jüngsten Inflationsprognose ist für diese Woche angekündigt.