Bukarests Aktienmarkt verabschiedete sich Ende Mai mit einigen Verlusten in das orthodoxe Pfingstwochenende. Im Durchschnitt verloren die rumänischen Indizes auf Wochensicht 2,13 Prozent, was allerdings nur teilweise die Gewinne der vorangegangenen zwei Wochen wieder auffraß. Der Hauptindex BET fiel dadurch jedoch unter die 30.000-Punkte Marke (Endstand am Freitagabend: 29.891,98 Punkte, Wochenverlust: 2,37 Prozent), der BETPlus verlor auf Wochensicht 2,23 Prozent auf 4331,36 Zähler. Der Finanzwerte-Index BET-FI entwickelte sich ausnahmsweise mit dem Rest des Marktes, allerdings verlor er auf Wochensicht nur 0,6 Prozent. Das reichte jedoch, ihn unter die 105.000-Punkte-Marke zu drücken. Mit einem Wochenverlust von 2,38 Prozent blieb der ROTX noch unter der 3-Prozent-Verlust-Marke. Allerdings fiel er zwei Schwellen zurück auf 67.633,10 Punkte. Die Verlust-Marke riss jedoch der Energiewerte-Index BET-NG, er verlor auf Wochensicht 3,03 Prozent und schloss bei 2239,02 Punkten.
Neue Höchststände für manche Aktien
Trotz Kursrückgängen wurden auch in der vergangenen Handelswoche neue 52-Wochen-Höchststände erreicht. Die Flugzeugbauer AEROSTAR S.A. (ARS, 13,55 Lei, ISIN ROAEROACNOR5) und IAR SA Brașov (IARV, 34,5 Lei, ISIN ROIARVACNOR1) schlossen am Freitag bei 3 Prozent beziehungsweise ein Prozent unter ihren neuen Höchstständen von 13,9 Lei und 34,7 Lei je Aktie. Der Erbauer von Elektroanlagen Grupul Industrial Electrocontact S.A. (ECT, 0,057 Lei, ISIN ROELBOACNOR6) schloss direkt bei seinem neuen 52-Wochen-Hoch von 0,057 Lei je Aktie. Der Maschinenbauer Compa S.A. (CMP, 0,77 Lei, ISIN ROCMPSACNOR9) erreichte am Freitagmorgen bei 0,81 Lei je Aktie seinen neuen Höchststand, fiel bis zum Abend aber um 5 Prozent. Der Finanzdienstleister Transilvania Broker De Asigurare SA (TBK, 18,8 Lei, ISIN ROTBKAACNOR5) schloss am Freitagabend nur ein Prozent unter seinem neuen 52-Wochen-Hoch von 18,9 Lei je Aktie.
Leicht mehr Verlierer der Woche
Alle genannten Emittenten konnten in der vergangenen Woche kräftig zulegen. Mit Compa S.A. und IAR SA waren sogar zwei der drei Wochengewinner mit zweistelligen Zuwächsen dabei (16,3 Prozent beziehungsweise 28,3 Prozent). Der dritte war Electroaparataj S.A. (ELJ, Lei, ISIN ROELJBACNOR6) mit einem Wochenplus von 13 Prozent. Das Lager der Wochengewinner zählte 34 Emittenten. Denen standen 40 Emittenten gegen-über, die in der vergangenen Woche Kursverluste erlitten. Zweistellige Verluste hatten dabei die Maschinenbauer Santierul Naval Orșova S.A. (SNO, 13,8 Lei, ISIN ROSAUVACNOR4) mit minus 13,2 Prozent, Mecanica Ceahlău (MECF, 0,085Lei, ISIN ROMECFACNOR0) mit minus 10,5 Prozent und Uztel S.A. (UZT, 0,87 Lei, ISIN ROUZTEACNOR5) mit minus 27,5 Prozent zu beklagen, und die Spezialisten für Elektroanlagen für die Erdölindustrie Compania Energopetrol S.A. (ENP, 0,965 Lei, ISIN ROENPCACNOR7) und für Geothermie Green Tech International S.A. (GREEN, 11 Lei, ISIN ROY8LUD7G9C1) standen mit Kursrückgängen von 16,1 Prozent beziehungsweise 10,6 Prozent auf Wochensicht da. GREEN-Aktien fielen somit auf ihr 52-Wochen-Tief.
Kleiner Monatsrückblick
Gar nicht so schlecht war der gesamte Monat Mai für die rumänische Börse. Es war sogar, nach Januar, der zweitbeste Monat für den Bukarester Aktienmarkt. Die wichtigsten Indizes legten im Mai im Durchschnitt 6,6 Prozent zu. Der Finanzwerte-Index BET-FI und der Energiewerte-Index BET-NG lagen mit 7,5 Prozent beziehungsweise 7,2 Prozent Monatszuwachs an der Spitze. Der ROTX legte auf Monatssicht 6,3 Prozent zu. Der BETPlus kletterte im Mai um 6,1 Prozent und der Hauptindex BET bildete mit plus 6 Prozent das Schlusslicht im Monatsrückblick.
Die Marktkapitalisierung stieg im Vergleich zum Vormonat um beachtliche 14,7 Prozent von durchschnittlichen 522 auf 598,7 Milliarden Lei. Die durchschnittlichen Tagesumsätze legten mit plus 42 Prozent noch deutlicher zu, von unter 75 Millionen Lei auf über 107 Millionen Lei. Auch in der Summe stieg der Aktienumsatz von 1,6 Milliarden Lei auf 2,1 Milliarden Lei, um fast 30 Prozent. Allerdings verteilte sich der Gesamtumsatz im April auf zwei Handelstage mehr als im Mai. Der Umsatz mit Anleihen ging in der Summe allerdings um heftige 53,7 Prozent zurück, bedingt auch durch die schwache Nachfrage nach Staatsanleihen im Mai.
Devisen
In der letzten Handelswoche im Mai beruhigte sich der Devisenmarkt anscheinend etwas. Der Euro machte vor den orthodoxen Pfingsten eine Seitwärtsbewegung auf Wochensicht. Die europäische Einheitswährung setzte sich gegenüber dem Leu um 0,0001 Lei durch, das entspricht einem Plus von 0,002 Prozent. Der US-Dollar hingegen gab leicht nach und näherte sich somit wieder der 4,5-Lei-Marke. Er ging bei 4,5099 Lei in den Juni. Der Euro hingegen notiert weiter deutlich über der 5-Lei-Marke bei 5,2489 Lei.
Auf Monatssicht musste der Leu deutlich Federn lassen, gegenüber beiden Leitwährungen. Der Euro legte im Mai 0,9443 Prozent zu und festigte seine Position jenseits der 5,2-Lei-Marke. Der US-Dollar konnte sich sogar stärker aufwerten, und zwar um 1,6293 Prozent. Auch er konnte sich vorerst jenseits einer neuen Marke (4,5 Lei) festsetzen, auch wenn er in der letzten Maiwoche wieder darunter zu fallen drohte.
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