Bukarest (ADZ) - Das Leistungsbilanzdefizit Rumäniens hat in den ersten vier Monaten dieses Jahres 7,98 Milliarden Euro erreicht, etwa 1,1 Mrd. Euro weniger als im Zeitraum Januar bis April 2025. Laut einer Mitteilung von Montag der Rumänischen Nationalbank (BNR) ist dabei das Defizit in der Warenhandelsbilanz von 6,48 Mrd. Euro auf 5,59 Mrd. Euro gesunken.
Der Überschuss in der Dienstleistungsbilanz ist von 4,64 Mrd. Euro leicht auf 4,83 Mrd. Euro gestiegen, wobei Überschüsse bei Telekommunikations- sowie IT-Dienstleistungen (+2,43 Mrd. Euro) und im Transportsektor (+2,2 Mrd. Euro) sowie ein Defizit im Tourismusbereich (-1,52 Mrd. Euro) verzeichnet wurden; bei anderen Dienstleistungen gab es Überschüsse von zusammengerechnet 1,72 Mrd. Euro.
Das Defizit in der Bilanz der Erwerbs- und Vermögenseinkommen (Einkommen unter anderem aus Investitionen, Finanzaktiva, Steuern und Subventionen) ist von 2,33 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum auf 2,53 Mrd. Euro in den ersten vier Monaten 2026 gestiegen. Bei laufenden Übertragungen (Leistungen die ohne direkte Gegenleistung erfolgen, beispielsweise private Transfers wie Heimatüberweisungen oder Transfers der öffentlichen Verwaltung wie Entwicklungshilfe) gab es nach einem Defizit von 293 Millionen Euro vor einem Jahr nun einen leichten Überschuss von 137 Mio. Euro.
Des Weiteren teilte die BNR mit, dass die ausländischen Direktinvestitionen zwischen Januar und April nur noch 1,53 Mrd. Euro betragen haben (im Vorjahreszeitraum 2,32 Mrd. Euro) und die gesamte Auslandsverschuldung Rumäniens seit Ende 2025 um 1,09 Mrd. Euro auf 229,550 Mrd. Euro gestiegen ist.





