Bukarest (ADZ) - Die Nationale Kommission für Strategie und Prognose (CNSP – Comisia Națională de Strategie și Prognoză) erwartet im laufenden Jahr nur noch ein reales Wirtschaftswachstum von 0,1 Prozent. Verglichen zum vorherigen Bericht handelt es sich um eine deutliche Korrektur nach unten – in der Herbstprognose von 2025 wurde noch ein Wachstum von 1,0 Prozent erwartet. Aufgrund höherer als bisher erwarteten Preissteigerungen wird in der Anfang dieser Woche veröffentlichten Frühjahrsprognose gleichzeitig ein etwas höheres nominelles Bruttoinlandsprodukt (BIP) für 2026 als bisher veranschlagt: 2056 Milliarden Lei statt bisher 2045 Mrd. Lei (2025 lag das BIP bei 1916 Mrd. Lei). Die CNSP-Berichte dienen als Grundlage für den Haushaltsplan des Staates bzw. etwaige Nachtragsbudgets.
Für das laufende Jahr erwartet CNSP schrumpfende Industrie- und Dienstleistungssektoren, dafür ein Wachstum in der Landwirtschaft und im Bauwesen. Ebenfalls rückläufige Entwicklungen werden beim Konsum (sowohl beim privaten als auch beim staatlichen) veranschlagt, Investitionen dürften jedoch solide steigen und die Exporte wachsen, während Importe in etwa stagnieren sollten. Das Leistungsbilanzdefizit 2026 wird bei 6,7 BIP-Prozent prognostiziert (nach 7,9 BIP-Prozent 2025). Für Ende 2026 erwartet die Prognosekommission eine jährliche Inflationsrate von 5,3 Prozent.
Für die kommenden drei Jahre werden Wachstumsraten von jeweils leicht über zwei Prozent erwartet. Außerdem geht CNSP davon aus, dass die Inflationsrate in den Jahren 2027 bis 2029 auf drei Prozent bzw. leicht darunter sinkt und das Leistungsbilanzdefizit weiter über sechs BIP-Prozent bleibt.





