Treibhausgasemissionen Rumäniens in zehn Jahren gestiegen

Bukarest (ADZ) - Rumänien gehört zu den vier EU-Ländern, in welchen von 2015 bis 2025 Treibhausgasemissionen zugenommen haben. Entsprechend einem Bericht des Statistikamts Eurostat von Dienstag sind in der Europäischen Union seit 2015 die Emissionen um 17,2 Prozent auf 3,3 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalent (CO2e) im vergangenen Jahr gesunken. Gleichzeitig hat die Wirtschaftsleistung um rund 17 Prozent zugenommen. 

Während das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in allen EU-Ländern zugenommen hat, sind die Treibhausgasemissionen lediglich in Malta (+169,4%), Zypern (+10,7%), Litauen (+9,5%) und Rumänien (+5,4%) gewachsen. Die stärksten Rückgänge wurden zwischen 2015 und 2025 in Estland (-41,7%), Finnland (-30,7%) und in Europas größter Volkswirtschaft, der Bundesrepublik Deutschland, (-27,3%) verzeichnet. 

Aus den Daten geht weiter hervor, dass EU-weit die deutlichsten Emissionsrückgänge im Energiesektor (-45,3%) sowie im Bergbau (-33,3%) verzeichnet wurden. Außerdem gab es weniger Emissionen im verarbeitenden Gewerbe (-16%), bei privaten Haushalten (-14,7%), im Dienstleistungssektor (-11,9%), in Land- und Forstwirtschaft sowie in der Fischerei (-5,9%) und in den Bereichen Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Abfallwirtschaft und Sanierungsmaßnahmen (-2,6%). Höhere Emissionen als 2015 gab es im vergangenen Jahr im Baugewerbe (+11,4%) sowie im Verkehrs- und Lagerwesen (+10,9%).

Rumäniens BIP ist zwischen 2015 und 2025 um rund 34 Prozent gewachsen, vergleichbar mit Bulgarien (+32%) oder Slowenien (+32%), aber weniger als Irland (+89%), Malta (+80%), Zypern (+66%), Polen (+42%) oder Kroatien (+40%). Schlusslichter sind EU-weit Deutschland mit einem Wachstum knapp unter 8 Prozent, Finnland (+9%), Italien (+11%), Österreich (+12%) und Frankreich (+13%).