Bukarest (ADZ) - Rumäniens Wirtschaft ist im ersten Halbjahr des Jahres um 1,6 Prozent (saisonbereinigte Daten) bzw. 0,8 Prozent (brutto) gegenüber den ersten sechs Monaten 2025 geschrumpft. Entsprechend einer ersten Schnellschätzung des Nationalen Statistikamtes (INS) von Freitagvormittag lag die Wirtschaftsleistung des Landes im zweiten Quartal 2026 2,0 Prozent tiefer als in demselben Quartal des Vorjahres und blieb gegenüber dem Zeitraum Januar bis März 2026 unverändert (jeweils saisonbereinigt).
Kürzlich veröffentlichte INS auch Daten zur Industrieproduktion, die im ersten Halbjahr um 3,5 Prozent (saison- und arbeitstagbereinigt) gesunken ist, und der weiter sinkenden Kaufkraft eines Durchschnittslohns: dieser lag im Juni 2026 mit netto 5734 Lei nominell leicht über dem Niveau vor einem Jahr, inflationsbereinigt wurde aber ein Rückgang von 6,3 Prozent verzeichnet.
Des weiteren gehen aus den Daten des Statistikamts ein Rückgang im Einzelhandel (minus 5,7 Prozent) sowie eine etwas höhere Arbeitslosigkeit (6,3 Prozent im Juni 2026) als im ersten Halbjahr 2025 hervor. Für die ersten fünf Monate des Jahres gab es außerdem rückgängige Entwicklungen im Dienstleistungssektor für die Bevölkerung (-8,0%) sowie bei Dienstleistungen für Unternehmen (-3,3%), leichte Anstiege in Großhandel (+1,2%) und im Handel mit Autos und Motorrädern (+1,9%) sowie ein deutlicher Anstieg im Bauwesen (+11,3%).
Der Außenbeitrag dürfte sich wieder negativ auf die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausgewirkt haben, das Leistungsbilanzdefizit ist laut Daten der Nationalbank (BNR) von Freitag in sechs Monaten um rund 650 Millionen Euro auf 14,2 Milliarden Euro gestiegen. Detailliertere Daten zur Entwicklung des BIP in den ersten sechs Monaten des Jahres stellt INS Anfang September vor.





