Bukarest (ADZ) - Beim Jahrestreffen mit den rumänischen Botschaftern und anderen Diplomaten im Ausland hat Präsident Nicușor Dan erneut auf eine ausgeprägtere Beschäftigung mit der Diaspora gedrängt. Rumänien habe derzeit keine echte Strategie für die im Ausland lebenden Rumänen und keine umfassende Studie über die Bedürfnisse dieser Menschen, kritisierte der Präsident. Mit diesen Fragen müssten sich das Außenministerium und das Präsidialamt gemeinsam auseinandersetzen – doch sei auch der Beitrag der Diplomaten selbst gefragt, um dafür zu sorgen, dass die Zusammenarbeit und Partnerschaft mit den Rumänen, die sich vorübergehend oder dauerhaft im Ausland niedergelassen haben, wirksamer ist als heute, so Präsident Dan. Auch das wirtschaftliche Profil des Landes, vor allen Dingen im Hinblick auf den OECD-Beitritt, müsse geschärft werden, verlangte der Präsident. Zu seinen Themen gehörte auch die noch ausstehende Verteidigungsstrategie, die Dan für den Herbst ankündigte. Ein wichtiges Augenmerk werde dabei die hybride Kriegsführung einnehmen, sagte Nicușor Dan. Die bisherige Verteidigungsstrategie, gültig für den Zeitraum 2020 bis 2024, war im Juni 2020 vom Obersten Verteidigungsrat (CSAT) verabschiedet worden.