Tätlicher Angriff auf asiatischen Lieferfahrer verurteilt

Präsident Nicușor Dan | Archivfoto: presidency.ro

Bukarest (ADZ) - Präsident Nicușor Dan hat die Attacke auf einen Pizza-Boten aus Bangladesch scharf verurteilt. Es sei eine Aggression gegen einen jungen Mann gewesen, der in Bukarest arbeiten wollte und nur deshalb geschlagen und erniedrigt wurde, weil er nicht hier geboren wurde, erklärte Dan auf der Plattform X. 

„Viele Rumänen arbeiten selbst im Ausland und wissen, was es heißt, fern der Heimat eine Chance zu suchen. Rumänien muss die Rechte jedes Menschen achten, unabhängig von Nationalität, Herkunft oder Status. Nicht Hass definiert uns, sondern Solidarität, Gastfreundschaft und Toleranz“, betonte der Präsident. Er wies darauf hin, dass in den vergangenen Wochen Stimmen im öffentlichen Raum Hass gegen Ausländer geschürt hätten. Die Behörden müssten den Fall daher als Hassverbrechen einstufen. Der AUR-Politiker Dan Tănasă hatte neulich die Menschen aufgerufen, Lieferungen von asiatischen Kurieren abzulehnen. Er lehnt jetzt jede Verantwortung ab. Großen Zuspruch in sozialen Medien bekam der junge Polizist, der den nun in Untersuchungshaft sitzenden Angreifer überwältigte – obwohl er nicht im Dienst war. 

Neben Präsident Dan dankte ihm auch die Botschaft von Bangladesch in Bukarest. In einer Pressemeldung würdigte die Botschaft auch die schnelle Reaktion und die klare Haltung des Präsidenten. Die aus Bangladesch stammenden Arbeitskräfte leisteten einen wertvollen Beitrag zur rumänischen Gesellschaft und Wirtschaft. Sie sollten sich nicht entmutigen lassen und ihre Arbeit mit Vertrauen fortsetzen.