Fotoausstellung über Holocaust-Überlebende

Temeswar – In Temeswar/Timișoara ist derzeit eine bewegende Ausstellung der französischen Künstlerin Karine Sicard Bouvatier zu sehen. Unter dem Titel „Porträts der Holocaust-Überlebenden“ zeigt sie Fotografien von Frauen und Männern aus ganz Europa, die während des Zweiten Weltkriegs deportiert wurden – Seite an Seite mit jungen Europäerinnen und Europäern von heute, die im selben Alter sind, wie es die Überlebenden zum Zeitpunkt ihrer Verschleppung waren.

„Im Jahr 2025, das 80 Jahre nach der Befreiung der Konzentrationslager und dem Ende des Krieges markiert, verschwinden die letzten Zeitzeugen. Die Ausstellung macht deutlich, wie dringend ihre Geschichten weitergegeben werden müssen“, betonen die Veranstalter, das Französische Institut in Temeswar und HEI – House of European Institutes. Ziel sei es, das Gedenken wachzuhalten und ein Zeichen gegen Rassismus, Antisemitismus und Gewalt in der heutigen Gesellschaft zu setzen.

Die Ausstellung ist Teil eines größeren Projekts, das auch die von Bouvatier veröffentlichten Bildbände „Déportés, leur ultime transmission“ und „Déporté, j’avais ton âge“ umfasst. In diesem Jahr erscheint zudem ein neues Buch der Künstlerin, parallel zur Fortführung der Wanderausstellung in Frankreich und weiteren europäischen Ländern.

Besucherinnen und Besucher können die Fotoausstellung noch bis 14. September im HEI – House of European Institutes (Vila Mal, Vasile Pârvan-Boulevard 1–3, 1. Etage) kostenlos besichtigen.