Netz umweltfreundlicher Abfallinseln erweitert

25 neue Standorte kommen ab dem 1. September hinzu

Im Temeswarer Stadtteil Dacia stehen an mehreren Orten Müllcontainer, darunter auch solche für die Sammlung von Altkleidung. Ab dem 1. September sollen weitere, mit Chipkarte ausgestattete Container an 25 Orten in der Stadt aufgestellt werden. Foto: Raluca Nelepcu

Temeswar – Die Stadt Temeswar/Timișoara nimmt ab dem 1. September den zweiten Abschnitt ihres Programms für ökologische Abfallinseln in Betrieb. Insgesamt 25 neue Einheiten werden in mehreren Stadtteilen aufgestellt und sollen dazu beitragen, die Sauberkeit in den Stadtvierteln zu verbessern, unangenehme Gerüche durch unsachgemäße Abfalllagerung zu reduzieren und ein gesünderes Lebensumfeld für die Bürger zu schaffen.

Die sogenannten „ökologischen Inseln“ sind Teil eines großangelegten Modernisierungsprogramms im Bereich der Abfallwirtschaft, das vom Ministerium für Umwelt, Gewässer und Wälder finanziert wird, berichtet das Bürgermeisteramt Temeswar auf seiner Internetseite. In Temeswar sind mittlerweile 100 solcher „Inseln“ eingerichtet, die rund 9000 Wohnungen und 27.000 Einwohner in dicht besiedelten Stadtgebieten versorgen.

Bereits seit der Einführung der ersten 19 Abfallinseln in den Stadtteilen um die Arader und Torontaler Straße konnten positive Effekte beobachtet werden: Vor allem die Recyclingquote von Plastikabfällen verbesserte sich, da die Verunreinigung durch falsch entsorgte Stoffe deutlich zurückging, berichtet das Pressebüro des Bürgermeisteramts. 

Jede Abfallinsel verfügt über fünf separate Container für unterschiedliche Abfallarten – Bioabfall, Restmüll, Plastik/Metall, Papier/Karton und Glas. Der Zugang zu den neuen Containern erfolgt per Chipkarte, während digitale Sensoren den Füllstand überwachen und Fehlbedienungen melden. Verantwortlich für Betrieb, Wartung und Überwachung sind die Partnerunternehmen RETIM und ADID.

Um eine korrekte Nutzung sicherzustellen, setzt die Stadtverwaltung gemeinsam mit RETIM und der Kommunalpolizei ihre Informationskampagne für die Bevölkerung fort. Gleichzeitig wird das System kontinuierlich anhand von Rückmeldungen der Bürger angepasst, um eine möglichst effiziente Abfalltrennung zu gewährleisten.