Ein Wochenende voller Tradition, Gemeinschaft und Lebensfreude

Zipsertreffen 2025 in Oberwischau

Der Festumzug gehört zur Tradition beim Zipsertreffen. Foto: der Verfasser

Auch der traditionelle Bieranstich durfte nicht fehlen. Foto: Daniel Andreica, www.zipserforum.ro

Vom 16. bis 17. August 2025 stand Oberwischau/Vi{eu de Sus ganz im Zeichen des Zipsertreffens – ein Fest der Begegnung, das vom Vorstand der Oberwischauer Zipser organisiert wurde. Zahlreiche Gäste und Ehrengäste aus dem In- und Ausland folgten der Einladung und machten das Wochenende zu einem lebendigen Ausdruck von Zusammenhalt, Kultur und gelebter Tradition. Schon am Freitag trafen viele Kulturgruppen in Oberwischau ein. Einige unternahmen eine nostalgische Fahrt mit der historischen Wassertalbahn – ein gelungener Einstieg in das festliche Wochenende. Am Samstagmittag versammelten sich alle Gruppen zu einem gemeinsamen Essen in der Pension von Tibi Nagy, wo bei herzlicher Stimmung erste Begegnungen und Gespräche stattfanden.

Der kulturelle Teil des Treffens begann am Samstag um 17 Uhr. Mit einer kurzen Ansprache eröffneten Leopold Langtaler und Alfred Fellner offiziell die Feierlichkeiten. Im Anschluss wurden die Ehrengäste begrüßt, darunter: Vasile Coman, Bürgermeister von Oberwischau, Marius Andreica, stellvertretender Bürgermeister, Carmen Cobliș, Geschäftsführerin des Regionalforums Altreich und Moldau, Erwin Josef Țigla, Vorsitzender des Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen, Walter Übelhardt, Vorsitzender des Kreisforums Maramuresch, Alin Simon, Kreisrat Maramuresch und Brigitta Zahoránszki, Abgeordnete des Ungarnverbands.

Natürlich durfte der traditionelle Bieranstich durch den Bürgermeister nicht fehlen – ein symbolträchtiger Moment, der den offiziellen Teil mit einer volkstümlichen Note einläutete.

Ein buntes und lebendiges Kulturprogramm

Durch das abwechslungsreiche Bühnenprogramm führten mit Charme und Freude die Moderatoren Francesca Bossa und Eduard Langtaler. Den feierlichen Auftakt gestaltete der Chor der Sankt-Anna-Kirche aus Oberwischau, der mit dem Zipserhymnus für eine feierliche Atmosphäre sorgte.

Im Anschluss begeisterten zahlreiche Tanz- und Gesangsgruppen das Publikum: Die Jugendtanzgruppe Edelweiß und die Seniorentanzgruppe Edelweiß, geleitet von Horst Zavaczki. Die Kindertanzgruppe, begleitet von ihren Erzieherinnen Ramona Stadler und Brita Johana Vlașin. Die fröhliche Tanzgruppe „Gute Laune“ aus Sathmar/Satu Mare, unter der Leitung von Zoltan Hodrea. Die Volkstanzgruppe „Enzian“ aus Reschitza, geführt von Marianne und Nelu Florea. Die Gruppen „Enzian“ und „Rosmarein“ aus Großwardein/Oradea, unter der Leitung von Monika Fabian, choreografiert von Annamaria Szilagyi. Die Schüler der deutschen Abteilung der „Rumänisch-Deutschen Schule“ aus Oberwischau, betreut von den Lehrerinnen Ildiko Dombos, Ioana Ivașcu, Nița Scopeț, Brigitte Radu und Marcela Bora. Alida Beskid, die mit ihrer Gesangseinlage – gemeinsam mit Kindern der deutsch-rumänischen Schule – für große Begeisterung sorgte. Zum Ausklang sang erneut der Chor der römisch-katholischen Kirche „Sankt Anna“ unter Leitung von Erwin Husac traditionelle Lieder aus der Region.
Bis tief in die Nacht wurde getanzt, gelacht und gefeiert – ein unvergesslicher Abend für alle Beteiligten.

Tradition und Besinnung

Am Sonntag begann der Tag um 9 Uhr mit dem traditionellen Festumzug vom Forumshaus zur Hl.-Anna-Kirche. Dort wurde um 10 Uhr die heilige Messe auf Deutsch gefeiert – zelebriert von Pfarrer Skurka Desideriu. In seiner Predigt betonte er die Wichtigkeit von Zusammenhalt und gegenseitigem Respekt zwischen den verschiedenen Kulturgruppen – eine Botschaft, die das Herz des Zipsertreffens widerspiegelte.

Nach der Messe zog der Festumzug weiter zum Kulturhaus und schließlich zurück zur Zipserei in der Strada 9. Mai, wo ein gemeinsames Mittagessen den stimmungsvollen Abschluss bildete. Danach begaben sich die Kulturgruppen langsam wieder auf den Heimweg – mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck.
Das Zipsertreffen 2025 war mehr als nur ein kulturelles Fest – es war ein lebendiges Zeichen dafür, wie wichtig Tradition, Identität und Begegnung auch heute noch sind. Die Organisatoren blicken dankbar auf ein gelungenes Wochenende zurück.

Danke, Oberwischau – wir freuen uns auf das nächste Wiedersehen im Jahr 2026!