Bukarest (AHK/ADZ) - Der Handel zwischen Deutschland und Rumänien belief sich im vergangenen Jahr auf 42,1 Milliarden Euro, wobei Rumänien seinen 17. Platz unter den Handelspartnern Deutschlands behält. Laut einer Mitteilung der Deutsch-Rumänische Industrie- und Handelskammer (AHK Rumänien) von Anfang dieser Woche stieg das Handelsvolumen im Vergleich zu 2023 um 0,9 Prozent. Die Exporte aus Rumänien nach Deutschland erreichten 19,8 Mrd. Euro (+1,4 %), während die Importe aus Deutschland nach Rumänien 22,4 Mrd. Euro (+0,6 %) betrugen, so die AHK unter Bezug auf Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis).
„Der Handel zwischen Deutschland und Rumänien bleibt auch im vergangenen Jahr auf hohem Niveau. Trotz globaler wirtschaftlicher He-rausforderungen konnte Rumänien seine Position unter den 20 wichtigsten Handelspartnern Deutschlands behaupten, was die Bedeutung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen unterstreicht. Allerdings ist das Wachstum im Vergleich zu früheren Jahren moderat ausgefallen, was auf die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und in der EU zurückzuführen ist. Kräftige Wachstumsimpulse können nur wieder generiert werden, wenn wir uns auf die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit konzentrieren. Dazu gehören niedrigere Energiepreise, Abbau von bürokratischen Berichtspflichten für Unternehmen, ein besseres Umfeld für Innovationen, wozu auch die Entwicklung der entsprechenden Fachkompetenzen gehört und eine Intensivierung des EU-Binnenmarktes bzw. der Abbau bestehender Hürden“, kommentiert Sebastian Metz, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der AHK Rumänien, die aktuellen Handelszahlen.
„Als AHK Rumänien begrüßen wir die Fortsetzung der Investitionen in die wirtschaftliche Infrastruktur in Rumänien, fordern aber zugleich, dass die Ausgaben für Bildung und Forschung mindestens auf den europäischen Durchschnitt angehoben werden“, ergänzt Metz mit Blick auf die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit in Rumänien. „Des Weiteren müssen wir uns in Europa darauf konzentrieren, internationale Handelsabkommen mit anderen Weltregionen schnellstmöglich erfolgreich abzuschließen, um potentielle Verschlechterungen mit traditionellen Handelspartnern auszugleichen. Diversifizierung der Handelspartner ist eine wichtige Strategie, um Abhängigkeiten und damit Risiken zu mindern. Hier kann auch die rumänische Regierung auf europäischer Ebene darauf hinwirken“, so Metz.
Die AHK Rumänien ist die offizielle Vertretung der deutschen Wirtschaft in Rumänien und ist mit über 650 Mitgliedsunternehmen die größte bilaterale Wirtschaftsorganisation im Land.