Bukarest (ADZ) - Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) hat in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Winterbericht die Wachstumsprognose für das laufende Jahr für Rumänien auf 1,8 Prozent nach unten korrigiert. Zuletzt ging die Entwicklungsbank im vergangenen Herbst noch von einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,6 Prozent für das Jahr 2025 aus.
Nach einem deutlich abgeschwächten Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr (auf 0,7 Prozent), welches einerseits von steigenden Privatkonsum und Reallöhnen gestützt, andererseits durch den Abbau von Lagerbeständen und ein schwächeres Investitionswachstum gedämpft wurde, erwartet die EBWE für 2025 eine eher langsame Erholung. Die Geldpolitik bleibe voraussichtlich gestrafft und der Druck, staatliche Budgetdefizite zu kürzen, falle mit einem schwierigen internen und externen wirtschaftlichen Umfeld zusammen. Laut dem Bericht dürfte Rumänien in der EBWE-Einsatzregion (hauptsächlich Mittel- und Osteuropa, Zentralasien sowie einige nordafrikanische Länder) gemeinsam mit Slowenien und Bulgarien auch am stärksten von angekündigten US-Zollerhöhungen für Stahl und Aluminium getroffen werden. Für das Jahr 2026 wird ein Wachstum von 2,4 Prozent prognostiziert.