Bukarest (ADZ) - In Folge kürzlich angekündigter Annullierungen von Zügen dürften seit dieser Woche rund ein Fünftel der vom staatlichen Bahnunternehmen CFR Călători betriebenen Züge wenigstens vorübergehend nicht verkehren. Abgesehen von einigen regionale Meldungen haben bisher weder das Unternehmen noch das Verkehrsministerium eine umfassende Ankündigung gemacht, Gewerkschaften haben laut der Seite clubferoviar.ro sowie weiteren Medienmitteilungen Ende vergangener Woche die landesweite Anzahl gestrichener bei über 200 von rund 1100 täglich verkehrenden Zügen angegeben – teilweise auf Strecken mit hoher Nachfrage wie zwischen Bukarest und Kronstadt/Brașov, teils handele es sich um Züge, die nur an Wochenenden fahren, und meistens gehe es um Strecken unter 200 Kilometer.
In einer Mitteilung vom 13. Januar hatte CFR Călători lediglich die Streichung von rund einem Dutzend Zügen beispielhaft erwähnt. Vergangenes Wochenende hat die Pressesprecherin des Bahnbetreibers, Ada Mezeșan, laut Antena3 CNN erklärt, dass „Reisende nicht betroffen sind, sie haben Züge, wenn der Zug um neun Uhr abgeschafft wurde gibt es immer noch denjenigen um sieben Uhr. Die Leute müssen verstehen, dass CFR Călători nicht aus Leidenschaft Züge streicht. Ich gebe niemandem die Schuld, dies ist eine landesweite Aufforderung, Geld zu sparen, und CFR Călători hat auf die gleiche Weise wie andere Institutionen reagiert.“
Laut Gewerkschaftern können die Züge nicht weiter betrieben werden, weil Lokführer in Folge kürzlich angekündigter Sparmaßnahmen für Überstunden nicht mehr bezahlt werden dürfen, sondern nur zusätzliche freie Tage als Ausgleich erhalten können. Aufgrund des ohnehin vorliegenden Personalmangels hat das Unternehmen beschlossen, Züge zu streichen. Für manche Personen dürfte sich nun die tägliche Pendelzeit um mehrere Stunden verlängern, so Gewerkschaftsführer Rodrigo Maxim.