Bukarest (ADZ) - Der südkoreanische Mischkonzern Hanwha plant, innerhalb von zwei Jahren im Kreis Dâmbovița in Rumänien eine Rüstungsfabrik zu bauen. Diese dürfte regional ein Zulieferer für Bestandteile werden sowie Wartungs- und Reparaturarbeiten durchführen, so Michael Coulter, Geschäftsleiter bei Hanwha Global Defence, laut der Nachrichtenagentur Agerpres. In der Fabrik sollen bis zu 2000 Personen angestellt werden.
Das Südkoreanische Unternehmen und das rumänische Verteidigungsministerium hatten sich im Sommer vergangenen Jahres auf die Lieferung von 54 Panzerhaubitzen K9 sowie 36 dazugehörige Ladefahrzeuge K10 geeinigt. Der Wert des Vertrags beläuft sich auf rund eine Milliarde Euro. Laut Coulter soll aus Zeitgründen eine erste Lieferung von 18 K9-Haubitzen und 12 K10-Fahrzeugen direkt aus Korea erfolgen, mit der Zeit solle aber auch in Rumänien produziert werden.
Die 1952 als Korean Explosives Company gegründete Hanwha Group ist mit rund 30.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von jährlich etwa 65 Milliarden US-Dollar einer der größten südkoreanischen Konzernen.