In den letzten Jahren hat Rumänien erhebliche Fortschritte bei der Umweltbesteuerung und der grünen Steuerpolitik gemacht und damit sein Engagement für die Ziele der EU für nachhaltige Entwicklung und die nationalen Umweltziele bewiesen. Diese Bemühungen konzentrieren sich auf die Reduzierung der Treibhausgasemissionen, die Förderung erneuerbarer Energien und die Förderung einer nachhaltigen Wirtschaft.
Umweltsteuern: Fortschritte und Veränderungen
Wenn es darum geht, Unternehmen und Einzelpersonen zu nachhaltigeren Praktiken zu bewegen, spielen Umweltsteuern eine wichtige Rolle. In Rumänien haben steuerpolitische Maßnahmen wie CO2-Preise und Verbrauchssteuern zu positiven Ergebnissen geführt.
Das Land beteiligt sich aktiv am EU-Emissionshandelssystem (EU ETS), das Anreize zur Emissionsreduzierung schaffen soll, indem es einen Preis für emittiertes CO2 festlegt. Anfang 2025 sind die CO2-Zertifikate auf über 70 Euro pro Tonne CO2 gestiegen, gegenüber 50-60 Euro in den Vorjahren, und es ist geplant, diesen Wert bis 2027 auf 160 Euro zu erhöhen. Dies soll stärkere finanzielle Anreize für Unternehmen bieten, auf CO2-ärmere Technologien und Praktiken umzusteigen.
Die Verbrauchssteuern für fossile Brennstoffe wurden in den vergangenen Jahren stetig erhöht, um die Abhängigkeit von umweltschädlichen fossilen Brennstoffen zu verringern. Auch wenn Rumänien immer noch zu den Ländern mit den niedrigsten Verbrauchssteuern in der EU gehört, ist die Verbrauchssteuer seit vergangenem Jahr von 2382 Lei pro 1000 Liter Benzin auf 2528 Lei pro 1000 Liter, und für Diesel von 2183 Lei pro 1000 Liter auf 2317 Lei pro 1000 Liter gestiegen.
Diese Steuererhöhungen sollen den Umstieg auf umweltfreundlichere Fahrzeuge wie Elektro- und Hybridfahrzeuge fördern. Wie zum Beweis machen Elektro- und Hybridfahrzeuge inzwischen fast 25 Prozent aller Fahrzeugverkäufe in Rumänien aus; ein deutlicher Sprung gegenüber den Vorjahren.
Darüber hinaus wird ab dem 1. Januar 2026 eine neue Steuer für die Emissionen von Fahrzeugen eingeführt, die in direktem Verhältnis zu den von den Fahrzeugen verursachten Emissionen steht.
Grüne Steuerpolitik: Unterstützung für erneuerbare Energien
Rumäniens grüne Steuerpolitik räumt der Entwicklung erneuerbarer Energien, insbe-sondere der Solar- und Windenergie, weiterhin Priorität ein.
Im Jahr 2025 hat die rumänische Regierung ihre Unterstützung für private Photovoltaikprojekte weiter ausgebaut. Statt wie bisher 15.000-20.000 Lei deckt sie nun bis zu 30.000 Lei der Kosten für die Installation von PV-Anlagen ab. Ziel ist ein jährlicher Anstieg der Solarenergiekapazität um 20 Prozent.
Das „Rabla"-Programm, das den Ersatz älterer, umweltschädlicher Fahrzeuge durch Elektro- oder Hybridfahrzeuge fördert, hat bereits mehr als 350.000 alte Autos aus dem Verkehr gezogen. Es wird erwartet, dass das Programm bis 2025 eine entscheidende Rolle bei der Eindämmung der verkehrsbedingten Umweltverschmutzung spielen wird. Obwohl die Höhe der Anreize noch diskutiert wird, ist geplant, den Wert der Gutscheine für den Kauf von Elektrofahrzeugen von 5000 Euro im Jahr 2024 auf schätzungsweise 6000 bis 7500 Euro im Jahr 2025 zu erhöhen.
Herausforderungen im Jahr 2025: Abhängigkeit von Kohle und Einhaltung der Vorschriften im ländlichen Raum
Rumänien steht beim Übergang zu einer umweltfreundlichen Wirtschaft vor erheblichen Herausforderungen, insbesondere aufgrund seiner anhaltenden Abhängigkeit von der Kohle und der unzureichenden Durchsetzung von Umweltsteuern in ländlichen Gebieten.
Obwohl der Anteil von Kohle an der Stromerzeugung von 30 Prozent im Jahr 2020 auf etwa 19 Prozent im Jahr 2025 sinken dürfte, sind weitere Anstrengungen erforderlich, um die Verstromung von Kohle vollständig zu eliminieren und durch Investitionen in erneuerbare Energiequellen zu kompensieren, um zu den Klimazielen der EU für 2050 beizutragen.
In ländlichen Gebieten ist des Weitersen die Einhaltung der Umweltsteuerbestimmungen zu gering, nur etwa 60 Prozent der Unternehmen halten sich an diese Bestimmungen, wogegen die Quote in städtischen Gebieten höher ist. Dies beeinträchtigt die Wirksamkeit der rumänischen Umweltpolitik, sodass es von entscheidender Bedeutung sein wird, die Überwachung und Durchsetzung in den ländlichen Regionen zu verstärken.
Fazit
Ab 2025 beschleunigen die Umweltbesteuerung und die grüne Steuerpolitik mit höheren CO2-Preisen, höheren Verbrauchssteuern auf fossile Brennstoffe und einer verstärkten Förderung erneuerbarer Energien den Weg zu einer grüneren Wirtschaft.
Herausforderungen wie die Abhängigkeit von Kohle und die mangelnde Einhaltung der Vorschriften in ländlichen Gebieten sind jedoch nach wie vor Hindernisse, die es zu überwinden gilt.
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