KARPATENRUNDSCHAU: Nachrichtenarchiv

Wir brauchen Licht

Angesichts der Lichterflut in den Straßen und auf den Märkten, die uns die weihnachtliche Zeit bietet, scheint es nicht logisch zu sein, nach mehr Licht zu fragen. So einen Lichtersmog, wie jetzt, hat es wohl niemals gegeben. Wenn ich mich spät abends der Stadt oder einem Dorf nähere, dann liegt dieser Ort unter einer leuchtenden Kuppel vor mir. Manchmal, je nach Witterung, scheint es, als würde der Himmel darüber brennen. Brauchen wir da noch...

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Das „Füreinander“ und „Gegeneinander“ in Heinrich Zillichs Roman „Zwischen Grenzen und Zeiten“ (I)

In der heutigen Zeit der Globalisierung sind Termini wie: Identität, Alterität, Interferenz, Interkulturalität, Multikulturalismus etwas Alltägliches geworden. Das Eigene wird dem Fremden (Alteritären) gegenübergestellt, so dass es dann erst als Ganzes definiert werden kann. Gehört dieser Zustand im 21.Jahrhundert zur Normalität, so war das vor hundert Jahren als globales Erscheinungsbild schwer vorstellbar. Trotzdem gab es in Siebenbürgen Anfang...

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„Die Kirche in Seligstadt ist für mich ein magischer Ort“

Audiowalks, das sind z. B. Stadtrundgänge, bei denen man per Kopfhörer Informationen zu dem, was man sieht, erhält, aber auch Anweisungen, in welche Richtung man gehen oder worauf das Augenmerk gelenkt werden soll. Mit diesem interaktiven Medium beschäftigten sich zwischen dem 16.-20. November Jugendliche aus Fogarasch und Temeswar. Doch nicht um einen interaktiven Stadtrundgang sollte es gehen. Vielmehr um das Erkunden des sächsischen Dorfes...

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Krise im Theater geht weiter (I)

Am Sonntag, dem 18. Dezember, geht ein Foto durchs Internet: darauf kann man die Eingangstür des Kronstädter Sică-Alexandrescu-Dramentheaters sehen. Daran kleben weisse Plakate. Auf ihnen steht: „Wir wollen unsere Schauspieler zurück“, „Stoppt die illegalen Entlassungen“, „Jos Scripcaru de pe acoperişul teatrului/Runter mit Scripcaru vom Dach des Theaters” (eine Anspielung auf den Titel des Musicals  Der Fiedler auf dem Dach/ Scripcarul pe...

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Eine Dokumentation besonderer Art

Die über zwei Monate (23. September – 4. Dezember 2016) im Kronstädter Kunstmuseum zu besichtigende Ausstellung als umfassende Retrospektive des Schaffens der Künstler  in der Zwischenkriegszeit, ist in die Reihe der besonderen Kunstveranstaltungen in der Stadt unter der Zinne einzustufen: 67 repräsentative Gemälde und Skulpturen von Ernst Honigberger, Hans Mattis-Teutsch, Hans Eder, Fritz Kimm, Hermann Morres, Gustav Kollar, Grete Csaki-Copony,...

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Die besten Burger der Stadt

Ein saftiger Burger ist vielleicht nicht die gesündeste Mahlzeit, er schmeckt aber köstlich. Ab und zu kann man sich die leckere Speise gönnen, besonders deshalb, weil es in Kronstadt einige wirklich gute Optionen gibt. Viele kennen das warme Gericht, das hauptsächlich aus einem Brötchen und einer gegrillten Scheibe aus Rinderhackfleisch besteht, aus Fastfood-Ketten. Inzwischen kann man das Gericht aber auch in Restaurants genießen. Das...

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Der Wert der Tradition

Im Vorwort zu der neusten Ausgabe des Jahrbuchs des Kronstädter Johannes-Honterus-Lyzeums  werden die Werte der Tradition an dieser Schule angesprochen. Seit ihren Anfängen im Mittelalter, auch weit über die Landesgrenzen bekannt durch die namhaften Humanisten, die an dieser unterrichtet haben, den Absolventen, die durch ihre hervorragende da erhaltene Ausbildung ihr Studium an den bekanntesten europäischen Universitäten fortsetzen konnten, wird...

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Ein Kronstädter Weihnachtsmarkt, der bescheidener als in den Vorjahren ausfällt

In diesem Jahr kommt die Weihnachtstanne für den Weihnachtsmarkt am Kronstädter Marktplatz aus der Gegend um Vama Buz˛ului. Sie ist 28 m hoch und 70 Jahre alt. Die Farben, in denen sie geschmückt ist, sind rot und golden. Vierzig einheitliche Holzhäuschen beherbergen Verkaufsstände, wo Süßigkeiten, Weihnachtsschmuck, aber auch Käse und Wurst angeboten werden. Weniger gut vertreten sind die Verkäufer von Glühwein – ein Getränk das bei kalten...

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„Spiegel der Zeit“

Am Donnerstag, dem 29. Dezember, ist es endlich soweit: im kleinen Saal der Patria-Kinemathek werden zehn Schüler des Honterus-Lyzeums ein selbst verfasstes Theaterstück zum Thema „Geschichte der Siebenbürger Sachsen“ vorstellen. Für dieses Projekt arbeiten sie seit Mai dieses Jahres. Das Stück haben die Schüler nach einer ausführlichen Dokumentationsarbeit im Honterus-Archiv, nach Gesprächen mit Historikern, Zeitzeugen, einfachen Leuten und...

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Auf den Spuren der Dobrudschadeutschen 2016

Die Dobrudschadeutschen (neben Buchenlanddeutschen, Bessarabiendeutschen u.a.) waren ein verschwindend kleiner Teil der 1 Million Volksdeutschen, die den Warthegau, laut Planung des „Reichskomissars für die Festigung deutschen Volkstums“ Heinrich Himmler germanisieren sollten. An dieser Stelle möchte ich den Begriff „Volksdeutsch“ interpretieren, der auch in der Zeit nach 1989 von deutschen Behörden, auch für uns „Siebenbürger Sachsen“ Verwendung...

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