Er hat es im Stadtrat versucht und ist abgeblitzt bei den Ratsherren: dafür haben wir kein Geld! Er hat es bei Delegationen aus dem Ausland, vor allem aus den als seilbahnkompetent betrachteten Österreich und Schweiz, versucht, ihnen die Idee schmackhaft zu machen: vage Antworten, mit diplomatischem Lächeln vorgebracht. Er hat es bei den Bürgern versucht im Rahmen einer öffentlichen Aussprache, die er vor einem Monat angekündigt hatte: fast kein...
Als wir an der rumänischen Variante des umfassenden Katalogs der Wanderausstellung „Migration im Donauraum. Die Ansiedlung der Deutschen im 18. Jahrhundert und ihre Folgen“ arbeiteten, mussten fairerweise die vier Direktoren der Museen von Sathmar, Arad, Temeswar und Reschitza ihre Zustimmung zum rumänischen Text geben. Grundsätzlich waren sie damit einverstanden, nur an einer Sache stießen sie sich: dass die Ansiedlung der Deutschen im...
Mehr als 50 Trachtenpaare haben sich am Pfingstsonntag im Schulhof der Sankt-Anna-Schule versammelt. Groß und Klein sind gekommen, um zusammen das traditionelle Frühlingsfest der deutschen Gemeinde aus Sanktanna/Sântana zu begehen. Das Maibaumfest wird in der Arader Kleinstadt bereits seit vielen Jahren gefeiert. Die 13.000-Einwohner-Stadt ist die einzige in diesem Landesteil, wo die Tradition des Maibaumes noch am Leben erhalten wird....
So geschah es vor hundert Jahren, es könnte heute sein: Das Lustspiel „Die Kleinbürgerhochzeit“, das von dem 21jährigen Bertolt Brecht 1919 geschriebene Stück, ursprünglich unter dem Titel „Die Hochzeit“, durchzieht der Sog des Zeitlosen, wie es nun als fünfte Premiere des DSTT unter der Spielleitung von Alexandru Dabija nonchalant und urwüchsig über die Bühne geht. In dem Einakter, angeregt von dem von Brecht so verehrten Komiker Karl Valentin...
Das traditionelle deutsche Literaturfest in Reschitza bot seinem Publikum heuer nicht nur ansprechende Autorenlesungen, Buchpräsentationen und ein reges Diskussionsforum sondern auch eine reiche Palette von Vorlesungen, Referaten und Gedenkreden. Das bei dieser wie stets umsichtig von Erwin Josef Ţigla organisierten Veranstaltung schon längst der eng anmutende Rahmen der rumäniendeutschen Literatur gesprengt wurde, belegten schon zum Auftakt die...
Unlängst gehörte es zu den Sensationen in den Abendnachrichten des Fernsehens, dass ein Wanderer in der Bukowina von einer kleinen Viper am Finger gebissen wurde – ohne dass angegeben wurde, ob es sich um eine Sand- oder eine Hornviper gehandelt hat. Sicherheitshalber hatte der Gebissene das kleine Tier in einer PET-Flasche gleich gefangen und mitgenommen, um es im Krankenhaus zeigen zu können.Die wahre Sensation war dabei die Tatsache, dass die...
Suspended Coffee oder einfach auf Deutsch gesagt, einen Kaffee für später aufheben: Dabei wird jedoch nicht an die eigene Person sondern an jemand anders gedacht. Das Prinzip ist einfach: Kaufe zwei Tassen Kaffee, erhalte eine und gib eine ab. Das zweite Getränk wird im Kaffeehaus „aufgeschoben“ und später einer benachteiligten Person geschenkt. Seit Kurzem wurde dieses Konzept auch in Temeswar/Timişoara eingeführt. Die bedürftige Person kann ins...
Drei Schüler der Nikolaus-Lenau-Schule mit sehr guten Leistungen im Fach Deutsch sind vor Kurzem mit dem Elsa-Lucia-Kappler-Preis ausgezeichnet worden. Die diesjährigen Gewinner waren Andy Molin und Miruna Popa aus der zehnten Klasse sowie Vanessa Cuţui aus der zwölften Klasse. Mehr als 20 Lenau-Schülerinnen und Schüler der zehnten und zwölften Klassen hatten in diesem Jahr um den begehrten Preis gekämpft, den seit fünf Jahren Günter Kappler, der...
Am Anfang stand ein Abkommen zwischen Rumänien und der Schweiz - seit letztem Jahr schon befindet sich das Projekt in einer erweiterten Phase. Konkret geht es um das Projekt der bürgernahen Polizei, oder Nachbarschaftspolizei, das in der Zeitspanne 2012-2014 über die Städte hinaus auch im ländlichem Raum in Rumänien umgesetzt werden soll. Die Projekterweiterung sahen die Initiatoren von rumänischer Seite vor allem in Dörfern mit größerer...
Unlängst traf ich einen ehemals beim Demokratischen Forum der Banater Berglanddeutschen in der Tanzbewegung sehr aktiven jungen Ingenieur, der zu den Anfang Mai im Reschitzaer Maschinenbauwerk Entlassenen gehört. „Ich hab natürlich begonnen, mir einen Arbeitsplatz zu suchen – auch, weil ich mich nicht aufs Arbeitsamt verlassen möchte. Da hab ich alle „Vermittlungsstellen von Arbeitskräften fürs Ausland abgeklappert. Ich denke, Altenpflege, vor...