Die etwa anderthalb Kriegsjahre 1914-15 werden als „Bewegungskrieg“ bezeichnet, weil sie vom Vor- und Rückzug der Heere gekennzeichnet waren. Schon diese Zeitspanne zeigte – zumindest im Nachhinein betrachtet – dass der erste Weltkrieg kein Krieg war, den eine der Seiten gewinnen konnte. Nicht umsonst sprachen die „Verlierer“ des ersten Weltkriegs schon während der Friedensverhandlungen in Paris von einem verlorenen, aber von niemand gewonnenen...
Die durch und durch korruptionskranke rumänische Gesellschaft konfrontiert sich seit einiger Zeit mit einer Allzweckarznei, gegen die sie noch kein effizientes Überlebensmittel gefunden hat (aber verzweifelt danach sucht): die Nationale Antikorruptionsdirektion DNA. So voller Paradoxa dieser Satz auch klingenmag, der rumänischen Gesellschaft scheint endlich jenes Mittel gereicht zu werden, das alle Selbstheilmittel einer menschlichen ...
Eine junge Frau ist entsetzt: Vor der Geburt ihres Kindes belegte die Frau eine Leitungsposition in einer Bankfiliale in Temeswar/Timisoara. Nun, nach der Elternzeit, muss sich die Frau mit einem Job im Büro für Kundenservice zufrieden stellen. Entweder das oder überhaupt kein Job mehr. Dabei hat sie vor der Elternzeit bewiesen, dass sie in ihrem Beruf gut ist. Egal, ihre Stelle wurde während ihrer Elternzeit von jemand anderem besetzt. Die...
Temeswar - Kaffee und Kultur ergeben seit zehn Jahren eine feine Mischung in Temeswar/Timisoara: Cafékultour. Das Festival, das von dem Deutschen Kulturzentrum und dem Französischen Institut veranstaltet wird, geht in diesem Jahr vom 5. bis zum 11. April über die Bühne. Innerhalb der Woche der Kaffeehauskultur werden jeden Abend verschiedene Kulturveranstaltungen in Bars oder Cafés aus Temeswar stattfinden. Das Programm wurde vor Kurzem im...
Temeswar (BZ) - Der Leiter des Wirtschaftsdienstes der Deutschen Botschaft in Bukarest, Sebastian Gromig, und Michael Marks, Repräsentant für Rumänien, Bulgarien und Moldau bei der Bundesagentur für Außenhandel Germany Trade&Invest GmbH, haben vor Kurzem einen Besuch in Westrumänien unternommen. Die Reise führte nach Arad und Sanktanna/Sântana, wo in Begleitung des Vorsitzenden des Deutsch-Rumänischen Wirtschaftsvereins Arad, Manfred Engelmann,...
Es soll ein Neustart für ein Jugendprojekt werden, das seit Jahren mit dem Überleben ringt. Annik Trauzettel, ifa-Kulturredakteurin bei Radio Temeswar, möchte das von vielen als sinkendes Schiff bezeichnete deutschsprachige Projekt „PausenRadio“ retten. Immerhin besteht es bereits seit zehn Jahren trotz den Fehltritten ihrer Vorgänger. Zusammen mit dem Kulturweit-Freiwilligen Steffen Hornemann hat Trauzettel darum eine dreitägige Radiowerkstatt...
Die Jazzgruppe „JazzyBit“ hat im Februar ihr erstes Album namens „Touch the Sky“ herausgebracht. Nun geht das Trio auf Tournee, um für das Erstlingswerk zu werben. Die drei Recken aus Temeswar/Timisoara werden zum ersten Mal auch in Österreich und Polen spielen. Viele Reisen stehen für die Truppe in diesem Jahr an. BZ-Redakteur Robert Tari sprach mit dem Bassisten der Band, Mihai Moldoveanu, über die anstehende Tour sowie über Pläne für ein...
Bioenergie wird aus dem regenerativen Energieträger Biomasse erzeugt und gehört in Deutschland zu den für die Stromerzeugung durch erneuerbare Energien wichtigsten Energieträgern. Mehr Strom wird nur noch durch Windkraft erzeugt. Um Bioenergie ging es auch Ende vergangener Woche auf einer Internationalen Konferenz, die an der TU Politehnica in Temeswar/Timisoara stattfand. Veranstaltet wurde diese von den vier Motoren für Europa - das Land...
Es wird wohl doch nicht möglich sein, zur Krimfrage weise zu schweigen und das Problem auszusitzen. Dieses Land wird allmählich unruhig. Deuten seine Medien an. Da kann der Allwissende aus Cotroceni noch so beschwichtigen. Ein Blick auf die Landkarte genügt: die Schlangeninsel ist ein paar hundert Kilometer von der Krim entfernt. Die Territorialgewässer Rumäniens und Rußlands berühren sich irgendwo am Rand des Festlandsockels. Und dort gibt es...
Bianca Ardelean und Romina Moldovan stellen sich in knappen Zügen vor. „Knapp“, weil sie noch keine 30 sind und in ihrem Alter über den Schul- und Studiumsalltag hinaus kaum etwas ins CV zu schreiben vermögen; und mit „Zügen“ hat ihr Beruf ohnehin zu tun: Beide sind nämlich Geschäftsführerinnen der deutschen Firma „Modelleisenbahn“, die in der Arader Industriezone „Micalaca Est“ angesiedelt ist. Der Firmensitz war auch Treffpunkt des...