BANATER ZEITUNG: Nachrichtenarchiv

Beiträge zur Banater Erinnerungskultur (11)

 In der von Golo Mann herausgegebenen „Propyläen“-Weltgeschichte, Band 9 (1960), schreibt Hans Herzfeld einleitend und mit Blick auf den gerade erst überlebten zweiten Weltkrieg zu seiner Darstellung des Geschehens im ersten Weltkrieg: „...daß den Menschen in der ersten Hälfte des 20. Jh. durch die Erfahrungen von 1914 bis 1920 eine geschichtliche Erlebnisdimension gegeben war, die es scheinbar ermöglichte, zunächst die Wiederholung der...

[mehr]

Rumäniens Jugendliche stehen vor Berufsdilemma

Rumänien hat EU-weit den größten Anteil an Jugendlichen, die weder einen Beruf ausüben, noch einer Ausbildung nachgehen, sagt Rumäniens Minister für Hochschulwesen, Forschung und Technische Entwicklung, Mihnea Costoiu. In der EU seien 6,8 Millionen Jugendliche zwischen 25 – 29 Jahren in dieser Kategorie zu finden, „was einer von fünf Jugendlichen bedeutet“, erklärte Costoiu auf einer Konferenz in Bukarest zum Thema, Verbleib der Jugendlichen auf...

[mehr]

Kommentar: Blitzumlemker Calin

Zuerst wollte ich diese Woche über „Uli und Gica“ schreiben, die beiden Fußballidole, die wegen schwerwiegender Steuerhinterziehung abgeurteilt wurden. Drauf verzichtete ich. Zwischen beiden gibt es doch eklatante Unterschiede. Uli Höneß war im Fußball höheres Mittelmaß, koordinierte danach ein florierendes Wurstunternehmen und einen finanziell ordentlichen Fußballverein, ist aber auch ein psychopathischer Börsenzocker, der es mit seinen...

[mehr]

Deutscher Botschafter auf Banat-Besuch

Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Rumänien, Werner Hans Lauk, hat vor Kurzem einige Institutionen in Süd- und Westrumänien besucht. Nach einem Aufenthalt in Drobeta Turnu Severin und Orschowa an der Donau, wo er Gespräche mit Vertretern der Kommunalverwaltungen und der deutschen Ortsforen geführt hatte, begab sich der deutsche Diplomat ins Banat, wo er Treffen in Temeswar/Timisoara und Arad wahrnahm. Auf dem Programm stand auch...

[mehr]

Verschollene Familie in der Ferne

Es trennte sie ein Weltmeer. Vor einem Jahr erhielt Karban Alois, 74, einen ungewöhnlichen Besuch. Ein junger Amerikaner und seine Frau klopfte an seine Tür und stellte sich als ihr Verwandter vor. Andrew Shephard wurde in den Vereinigten Staaten geboren, seine Urgroßmutter allerdings war eine Rumäniendeutsche, die vor mehr als hundert Jahren in die Neue Welt aufbrach. Doch seine Großmutter, Luisa Wallner, die ursprünglich aus Anina stammte,...

[mehr]

Immobilienmarkt: Perspektiven bei Büros und Wohnungen

Die Mietkosten für Büroräume sind in den rumänischen Städten Temeswar/Timisoara, Kronstadt/Brasov, Klausenburg/Cluj-Napoca und Jassy/Iasi um bis zu 25 Prozent billiger als in der Hauptstadt Bukarest. Die verfügbare Bürofläche in den vier Städten ist jedoch insgesamt gesehen, fünfmal geringer als in der Hauptstadt und beträgt etwa 450.000 Quadratmeter, beruft sich Mediafax auf Daten von DTZ-Echinox. Mit ihren 150.000 Quadratmetern Bürofläche...

[mehr]

„Invasion 68 Prag“ bis Anfang April

Aggression und Widerstand – 150 expressive Schwarz-Weiß-Fotografien hängen derzeit an den Wänden der Timco-Halle an der Circumvala]iunii-Straße in Temeswar/Timisoara. Im Prag der 1960er Jahre wurde auf den Straßen Geschichte geschrieben und fotografiert. Josef Koudelka war der aktive Demonstrant, der durch das Objektiv seiner Kamera bedeutende Momente vom Einmarsch der Sowjetunion und Truppen der Warschauer-Pakt-Staaten in die Tschechoslowakei im...

[mehr]

Unterstützung für die NiL

Der Verein der Freunde der Lenauschule aus Deutschland hat vor Kurzem eine Spende an die NiL-Theatergruppe übermittelt. Die Spende im Wert von 500 Euro übergab in feierlichem Rahmen der stellvertretende Vereinsvorsitzende Werner Roosz an die Schauspielerin Isolde Cobet, die seit vielen Jahren die Gruppe leitet. Die NiL-Theatergruppe wurde 1996 von dem deutschen Gastschauspieler am Deutschen Staatstheater Temeswar (DSTT), Christian Bormann, ins...

[mehr]

Beiträge zur Banater Erinnerungskultur (10)

Auf dem römisch-katholischen Friedhof von Sanktanna erzählen Grabsteine oft erschütternde Geschichten. Zoltán Pázmány verweilte auf einen Tipp des Sanktannaer Unternehmers Johann Henger hin längere Zeit beim Kreuz für die in Italien gefallenen Brüder Helstern (19 und 23 Jahre alt), die auf den Fotos noch wie richtige Kinder aussehen. Darunter das unbeholfene, aber tiefempfundene Epitaphium der Eltern, vom Steinmetz wohl genauso in den Marmor...

[mehr]

Geflecht und Recht

Nach internationalem Recht sind bewaffnete Uniformierte, die keinerlei Erkennungszeichen ihrer Zugehörigkeit tragen, als außerhalb jeder Gesetzlichkeit, selbst des Kriegsrechts, zu betrachten. Früher nannte man sie: „vogelfrei“ (= „völlig frei von Diensten, wie ein Vogel“, bedeutete das Wort im Spätmittelalter, von da an zunehmend: „den Vögeln freigegeben zum Fraß, wie die Gehengten“, im Sinnzusammenhang: „Galgenvögel“). Zeitgemäßer ausgedrückt:...

[mehr]
Seite 301 von 411