Wer sich nach einer Top-Arbeitsstelle sehnt, der hat bald die Möglichkeit, sich mit dem Herbstangebot auf dem Arbeitsmarkt auseinanderzusetzen. Ende Oktober steht die dritte Jobbörse „Top Arbeitgeber“ (= Angajatori de top) an. Das Event wurde ab Frühling dieses Jahres in drei rumänischen Großstädten - Bukarest, Temeswar und Jassy - veranstaltet. Infolge der drei Begegnungen sind über 160 Arbeitgeber, internationale Großkonzerne und lokale Firmen,...
Elisabeta Moldovan und Raluca Popescu sind Co-Vorsitzende des Vereins „Ceva de Spus“/“Etwas zu sagen“. Die Tatsache, dass sie mit Behinderungen leben, hat sie nicht aufgehalten, ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen. Zusammen mit drei anderen Menschen mit Behinderungen aus Temeswar/ Timisoara haben sie vor vier Jahren den Verein „Ceva de Spus“ gegründet. Ihr Schlagwort lautet: Sich selbst vertreten. „Wir glauben, dass wir am Besten in der Lage...
Wer die 70.000 waren, die am vergangenen Wochenende auf dem größten und neuesten Stadion Rumäniens in Bukarest den frisch gelegten Rasen platttrampelten, um ihren Parteichef und PSD-Präsidentschaftskandidaten V.V.Ponta bei Popcorn und Bier zum Geburtstag zu gratulieren und Erfolg im Wahlkampf zu wünschen, wird wohl im Detail ein Geheimnis des Mobilisierungsapparats unter Strippenzieher Liviu Dragnea bleiben. Auch, wie viele jüngst legalisierte...
Die Zeiten ändern sich für die Nikolaus-Lenau-Schule aus Temeswar. Das klingt nach einer Plattitüde, aber besser könnte man die Grundstimmung nicht umschreiben, die in der Schule herrscht. Es hat nichts mit dem Alltag in den Schulpausen zu tun. Noch immer wuseln, subjektiv wahrgenommen, Hunderte auf den Schulfluren herum, schreien sich nachmittags die Kehle aus dem Leib oder schauen ehrfürchtig auf die Schautafeln, worauf die Absolventen aller...
Ein „einzigartiges Schulwesen in Rumänien erhalten“, darin versteht Hartmut Koschyk, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, eine seiner Hauptaufgaben in Bezug auf Rumänien. Bei seinem Besuch in Temeswar nahm er das ungebrochene Interesse in Rumänien für deutschsprachigen Unterricht zur Kenntnis, gepaart mit der Tatsache, dass der Lehrermangel proportional mit dem Anstieg der Schülerzahl zunimmt. Deshalb...
Temeswar - Es ist mit bloßem Auge zu sehen: Kontinuierlich und in zügigem Tempo, also nicht wie bisher, verlaufen derzeit die im Mai des Jahres gestarteten Bauarbeiten am Abschnitt II der Autobahn Temeswar-Lugosch. Fortgeschritten sind die Arbeiten in der Zone der Temescher Ortschaft [anovi]a und mehrere Kilometer auf dem folgenden Abschnitt bis zur Gemeinde Topolovatu Mare. Auf der Teilstrecke zwischen Topolovatu Mare und Izvin wird derzeit der...
Livia Coloji, Razvan Cornici und Ana Kun kennen sich seit 20 Jahren. Alle drei sind den Weg der bildenden Künste gegangen und inzwischen zu anerkannten Künstlern geworden. Ihre Arbeitstechniken unterscheiden sich voneinander, ihr Publikum ist nicht immer das gleiche, aber eines haben sie gemeinsam: ihr Atelier, das sie „Balamuc“ – in einer ungefähren Übersetzung „Ort mit Verrücktheiten“ – genannt haben. Wie alle anderen in die Arbeit gehen, so...
Das Interesse für Deutsch, gepaart mit schlechter Entlohnung von Lehrkräften in Rumänien, konfrontiert Schulleitungen, Fachinspektoren und bis hin zu Ministerialdirektoren, Unterstaatssekretärin und DFDR-Abgeordneten mit nur teilweise lösbaren Aufgaben. Der Lehrermangel an deutschen Schulen ist gelegentlich so akut, dass ganze Abteilungen Gefahr laufen, geschlossen zu werden, weil immer weniger Lehrer die verschiedenen Fächer auf Deutsch...
Meist klagen die Rumänen über Geldknappheit, und wenn dann doch welches zur Verfügung steht, können sie es nicht ausgeben. Ein solches Paradox ist besonders bei der Akquirierung von EU-Geldern ersichtlich: Ein Großteil der etwa 19 Milliarden Euro aus dem letzten Haushalt der Europäischen Union bleibt in Brüssel, doch dafür erhält das Land wenig Applaus, weder von der EU, noch von den Steuerzahlern aus dem Westen, und schon längst nicht aus der...
In der Wiener Hofburg ist noch bis Anfang Oktober eine etwas eigenartige, auch einzigartige Ausstellung zu sehen, die sie aus der Masse der Erinnerungsausstellungen und –veranstaltungen heraushebt, die in diesem Jahr an den Ausbruch des ersten Weltkriegs erinnern: „An meine Völker! Der erste Weltkrieg 1914-1918“ ist sie betitelt und das übergroße Plakat am Eingang zum Ausstellungsort fällt durch den in Graphik gearbeiteten Riesenkopf des „alten...