Das sogenannte Haus der Künste in der Episcop-Augustin-Pacha-Straße in Temeswar hat seit dem letzten Jahr einen neuen Einwohner. Am Kastanienbaum im Innenhof vorbei und quer durch die Kunst-Galerie, kommt man in Sebastian Bayers Tape 6 Tonstudio. Rechts steht ein Synthesizer neben dem Mischpult, die Mikrofonständer reihen sich entlang der Wand, der Computer läuft, und links, unter dem Fenster, steht ein kleines kariertes Sofa. Eine rosarote...
In dieser Rubrik berichteten wir in mehreren Folgen über die Zeppelin-Einsatzbasis bei Sanktandreas, von welcher aus das Erdölgebiet um Ploiesti nördlich von Bukarest, Bukarest, Chisinau und vor allem die britische und französische Flotte mit Bomben attakiert wurde, die im Hafen von Saloniki vor Anker lag. Die Mannschaften der Zeppelinbesatzungen waren aus Deutschland hierher, in die östlichste Zeppelinbasis des ersten Weltkriegs verlegt worden,...
„Wenn du noch nie in deinem Leben einen Tropfen Alkohol getrunken hast, und drei Menschen auf der Straße sagen, unabhängig voneinander, dass du besoffen bist – dann geh nach Haus und leg dich schlafen!“ Diesen Lieblingsspruch meines ehemaligen jüdischen Arbeitskollegen in der NW-Redaktionsvertretung Reschitza sollte Präsident Traian Basescu sich zu Herzen nehmen – und nach Hause gehen. Zum Schlafenlegen. Denn nach den Vorfällen vom vergangenen...
Der Kulturverein „Timisoara Gospel Project“ (TGP) hat sich mit den beiden Jubiläumskonzerten in diesem Jahr selbst übertroffen. Man würde annehmen, dass nach zehn Jahren die Luft raus sein müsste und dass das Interesse sowie die Faszination für Gospel bei den Temeswarern abflaut. Schließlich dürften Dauerbesucher und langjährige Teilnehmer die einstudierten Lieder in und auswendig kennen. Doch selbst ein Jahrzehnt später schafft es der deutsche...
Zehn Theatergruppen aus fünf Ländern, 13 Vorstellungen und neun Werkstätten kündigt die 15. Auflage des deutschsprachigen Internationalen Jugendtheaterfestivals an.Vom 19. bis 24. Juni wird das Deutsche Staatstheater Temeswar (DSTT) junge Gäste aus Kroatien, Serbien, Ungarn und Ukraine beherbergen. Rumänien bringt Theatergruppen aus Kronstadt, Hermannstadt und Bukarest mit. Dazu die den drei NiL Gruppen (NiL, NiL Junior und After NiL) des...
Im Innenhof des Künstehauses in Temeswar/Timisoara herrscht an diesem Abend Gemurmel. Das angenehme Wetter sammelt zahlreiche neugierige Zuschauer. Alle sind gekommen um die ersten zu sein, die sich die frisch veröffentlichten Lieder von Marion Kräutner anzuhören. Der Innenhof wird plötzlich zu eng, als die Musik wie ein Geflüster beginnt. Die zarte Stimme der jungen Sängerin lässt das Publikum in einer romantischen Stimmung eintauchen. Etwas...
Die Heimattage der Banater Schwaben sind alle zwei Jahre zu Pfingtsen in Ulm angesagt. Tausende, die sich auch nach der Auswanderung als Banater Schwaben bekennen, reisen an diesen Tagen nach Ulm, in die Stadt, die symbol- und geschichtsträchtig die Patenschaft der Heimattage im Jahr 1998 übernommen hat. Die Heimattage finden gar schon seit seit vier Jahrzehnten in Ulm statt. Traditionsbewahrung, Aufarbeitung der Geschichte Verbundenheit zur...
Von ihren Schülern wurde sie geliebt, von ihren Kollegen hoch geschätzt: Die Biologielehrerin Tea Radu erlitt war sechs Jahren einen Herzinfarkt und starb in der Schule, in der sie selber Schülerin und später jahrelang Lehrerin war. Als die Sanitäter eintrafen, war es zu spät. Doch man hätte sie retten können, davon waren und sind sich die Mitglieder des Vereins der Freunde der Lenauschule sicher. Besonders Richard G. Pistori, ehemaliger...
Die österreichische Medizin war zu Beginn des 20. Jahrhunderts weltweit führend in der Forschung und legte Grundlagen für die heutige Medizin. Clemens von Pirquet (1874-1929) führte 1906 den Begriff „Allergie“ ein, der heute zahlreiche Zivilisationsreaktionen definiert. Ernst Peter Pick (1872-1960) veröffentlichte 1912 eine wegweisende Studie zur Antikörperforschung. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts gingen vier Nobelpreise für...
Wie die Zeit doch verfliegt: Es sind schon zwei Jahre her, seit Karina Körösi das letzte Mal vor der Bühne im Festsaal der Nikolaus-Lenau-Schule stand und den Elsa-Lucia-Kappler-Preis entgegennahm. Jetzt durfte sie erneut die Auszeichnung in Empfang nehmen, diesmal allerdings unter einer Bedingung: Sie musste dafür vorher eine kurze Rede schwingen. „Viele werden sich jetzt wahrscheinlich denken: schon wieder die“, scherzte die begabte Schülerin....