Ob es ein durchschlagender Erfolg wird, oder nicht, darüber werden erst die kommenden Wochen und vielleicht Monate entscheiden – Ein Versuch war es wohl trotzdem wert, die „Woche der Berufe“ an Schulen zu veranstalten, an denen ab kommendem Herbst erneut Berufsschulklassen funktionieren werden. Obwohl diese Promo-Woche bereits am vergangenen Montag beginnen sollte, tappten viele direkt Implizierte am Dienstag noch im Dunkeln. Im Verwaltungskreis...
Er ist jung, ehrgeizig und fest entschlossen, in Rumänien zu bleiben: Der 27-jährige Absolvent der Abteilung für Bauingenieurwesen in deutscher Sprache an der TU Politehnica, Lucian Blaga, verteidigte Anfang März seine Doktorarbeit in Temeswar/Timişoara. Daran hatte er am Helmholtz Zentrum Geesthacht bei Hamburg in Deutschland gearbeitet.
„Innovative Materialien im Brückenbau“ hieß die Dissertation, die der Absolvent der Temeswarer...
„Es ist ein Zeichen unserer Zeit, dass die Erfolge erkämpft werden müssen“, meinte Andreas von Mettenheim in seiner Festrede zum zehnjährigen Jubiläum des Kulturzentrums aus Temeswar. Niemand stimmte dem Botschafter der Bundesrepublik Deutschland mehr zu als die Leiterin des Kulturzentrums, Alina Baciu. Schließlich waren die letzten drei Jahre eine Bewährungsprobe für sie gewesen. Als die Robert-Bosch-Stiftung sich als Hauptförderer zurückzog,...
Temeswar (BZ) - Welche Bücher man in diesem Frühjahr gelesen haben muss und welche Neuheiten die Literaturszene bereithält – all das können die Temeswarer Leseratten bei der ersten Auflage der Buchmesse „Bookfest“ in Temeswar/Timişoara erfahren. Zum ersten Mal wird die bekannte Buchmesse auch außerhalb der Hauptstadt stattfinden – ein Zeichen, dass sich auch die Stadt an der Bega zu einer Lese- und Publikumsmesse etabliert hat. Die Messe beginnt...
Temeswar (BZ) - Drei Menschen treffen mit schicksalhafter Zufälligkeit aufeinander: Thomas, jung, kräftig, wortkarg, früher Soldat in Afghanistan; Ali, misstrauisch, aber leutselig, ein türkischer Unternehmer in Deutschland, der mit Imbissbuden reich geworden ist; Laura, Alis Frau, attraktiv, distanziert, beherrscht, wie jemand, der schon vieles hinter sich hat. Auf den Landstraßen des deutschen Nordostens, in den Wäldern des weiten Landes, an...
Telefonate, Planungen, kurze Gespräche mit den Mitarbeitern – dazwischen kommt auch unser Gespräch zustande: Senta Gondi weiß an diesem Tag wirklich, was es heißt, Leiterin der Aus- und Fortbildungsabteilung der IHK im Verwaltungskreis Temesch/Timiş zu sein. Ihr Mundart gefärbtes Deutsch klingt wie Balsam in den Ohren - Lange habe ich keine Absolventin der Germanistik mit einem solch prägnanten Akzent guten alten Temeswar-Deutsch gehört....
Sie sieht sich als Mensch mit Fehlern. Die Bezeichnung „starke Frau“ schmeichelt ihr, obwohl es auf keine Person eher zutreffen würde, als auf Letiţia Mark. Die Roma-Aktivistin setzt sich seit Jahrzehnten für die Gleichberechtigung der Roma-Minderheit ein.Die Vorurteile überwiegen, darum scheint es oft, als würde die Soziologin gegen Windmühlen kämpfen. Dabei geriet sie oft zwischen die Fronten. Sowohl Roma als auch Rumänen begegneten ihr...
Teodora Borghoff (35), Geschäftsführerin des Fördervereins „Temeswar -Europäische Kulturhauptstadt 2020“, hilft bei der Vorbereitung der Kandidatur der Stadt Temeswar/Timişoara für den Titel der europäischen Kulturhauptstadt 2020. Die berufliche Erfahrung als Spezialistin für das Erstellen von Förderanträgen für EU-Projekte im sozialen und im Infrastrukturbereich verhalfen ihr dazu, den Job als Geschäftsführerin des Fördervereins zu bekommen....
Neue Straßenbahnen, Kartenautomaten in den Verkehrsmitteln und die Abschaffung der Tickets für zwei Fahrten – das alles sieht der Nahverkehrsbetrieb (RATT) in Temeswar/Timişoara für das Jahr 2012 vor. Über die Änderungsvorschläge seitens des RATT stimmte die Kommunalverwaltung Anfang des Jahres ab. Diese sollen im Laufe dieses Jahres umgesetzt werden. Die erste Änderung ist bereits Anfang dieses Monats in Kraft getreten.
„Nici – nici“, antwortet Tanja Becker (45) auf Rumänisch, als ich sie danach frage, wo sie sich denn zu Hause fühle, in Deutschland oder in Rumänien. „Momentan ist mein Platz hier“, sagt die DAAD-Lektorin entschlossen. Seit 1997 lebt sie mit ihrer Familie in Temeswar/Timişoara. Solange ihre älteren vier Kinder noch hier zur Schule gehen, will die fünffache Mutter Rumänien nicht verlassen. „Die Kinder wollen auf keinen Fall weg“, fügt sie hinzu.