MEINUNG UND BERICHT: Nachrichtenarchiv

Randbemerkungen: Der Herrgott im Krieg

Den Begriff des „gerechten Kriegs“ haben schon früh christliche Ethiker ins Feld geführt, obwohl die fehlende Wehrpflicht der ersten Jahrhunderte der Kirche Möglichkeiten praktischer Distanzierung zu „Kriegshandwerk“, Krieg und Kriegsdienst offenließ. Später kamen dann die Zeiten, wo das Heer – vor allem im Oströmischen Reich – von Christen „gesäubert“ wurde (erste Märtyrer und Soldatenheilige! Diokletian), noch etwas später dann, wo nur...

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Nicht hineingeboren, aber hineingewachsen

Celia Orlea ist 17 Jahre alt, besucht die elfte Klasse des Brukenthal-Gymnasiums und war nun für zwei Jahre Juniorbotschafterin des Forums in Hermannstadt/Sibiu. Außerdem ist sie hier im Jugendforum aktiv und Mitglied in der Jugendtanzgruppe. Sie liebt es zu lesen, am liebsten Fantasy – gerne auf Englisch, Deutsch und Rumänisch. Die Zeit als Juniorbotschafterin hat sie geprägt – sie selbst hat jedoch keine siebenbürgisch-sächsischen Wurzeln. Im...

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Zugebissen: Haben wir den Mut, Demokratie auszuhalten?

Jedes Schulkind – mit einigen pädagogisch schwer erreichbaren Ausnahmen – kann heute wie aus der Pistole geschossen sagen: „Diktatur ist schlecht, Demokratie ist gut.“ Ein hübscher Satz, glatt wie ein frisch polierter Kieselstein, den man bedenkenlos in jede Klassenarbeit legen kann. Und doch: Hinter diesem schulmeisterlichem Truismus lauert ein erstaunlich weitverbreitetes Bedürfnis nach der autokratischen Weltordnung, als wäre sie ein...

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„… schreckliche Hitze hat Temeswar“

Das Erinnerungsbuch des Buchbindergesellen Adam Henß (auch Henss) aus Mainz, später angesehener Bürger und Buchbinder-Meister in Weimar, erschienen 1845 in Jena, hat im Laufe der Zeit immer wieder Interesse geweckt. So erschien 1923 eine leicht veränderte und neu gegliederte Auflage in der Reihe Hessische Volksbücher als Nr. 49/50 unter dem Titel „Aus dem Tagebuch eines reisenden Handwerkers“, in neuerer Zeit brachte Jutta Seitz eine wertvollere...

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„Der Gottesdienst soll nicht nur in den Mauern bleiben“

Gerwald Maximilian Braisch ist seit vergangenem Sommer Pfarrer der evangelischen Gemeinden Bartholomae und Honigberg im Kreis Kronstadt/Bra{ov. Der 34-Jährige ist in Berlin geboren und als Grundschüler mit seinen Eltern und Schwestern nach Hermannstadt/Sibiu gezogen, wo er das Brukenthallyzeum absolvierte. Nach einem achtjährigen Musikstudium in Rumänien und Deutschland verwirklichte er seinen langjährigen Wunsch: Er studierte Theologie und wurde...

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Wort zum Sonntag: Jede Not ruft nach der Mutter!

Es ist heuer achtzig Jahre her, dass Pater Wendelin Gruber in den Todeslagern Serbiens mit den Tausenden von Todgeweihten das Gelübde ablegte, auf das unsere Wallfahrt zur Gottesmutter zurückgeht. In deren Nachfolge stehen wir selber heute hier und bekennen uns zu dem Versprechen, das diese alle zusammen mit Pater Gruber damals abgelegt haben. Während alle, die damals in Freiheit lebten und selbst keine Möglichkeit sahen, einzugreifen oder doch...

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Morsche Balken, die endlich gesund und legal ersetzt wurden

„Hochzeitsfeiern” ist auf dem metallenen Schild am Eingang vom Gemeinschaftskulturhaus im Dorf Gura Râului zu lesen. Nur dass der Rost es längst braun gefärbt hat, und man hier höchstens noch zu Anlässen in kleiner Runde einkehrt. Feiern und Tanzen etlicher hundert Leute würde das alte Volkslokal schwer vertragen. Für ein weihnachtliches Betriebsfest der Folklore-Profis vom Ensemble „Cindrelul – Junii Sibiului” im Dezember dagegen taugt der gut...

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Leben wir in einer Zeit der Bücherzerstörung?

Bei einem russischen Angriff auf ein Warenlager im Osten der Ukraine sind vor kurzem ukrainischen Angaben zufolge Millionen Bücher verbrannt. „Mehr als acht Millionen Bücher wurden in dem Feuer zerstört, darunter Lehrbücher für Kinder“, teilte der Verlag „Ranok“ am Montag in Onlinenetzwerken mit, wie „Der Spiegel“ berichtet. Es handele sich um „den größten Verlust in der ukrainischen Buchinfrastruktur“ seit Beginn des russischen Angriffskriegs....

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Bukarest ist dem Klimawandel nicht gewachsen

Schon wieder eine RO-Alert-Meldung in Bukarest. Die Nachricht besagt, dass es etwas stärker regnen wird. Na und? Regen? Was soll denn passieren? Na ja, in Bukarest so einiges. Kommt etwas Regen und Wind, fallen die Bäume reihenweise um und auf den Straßen bilden sich gigantische Pfützen, durch die man schwimmen könnte. Am nächsten Tag hat es dann wieder 40 Grad: Die Wohnblocks kochen, der Asphalt glüht, die Straßenbahnschienen verbiegen sich und...

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Zugebissen: Es lebe Absurdistan

In Absurdistan sind dem Absurden keine Grenzen gesetzt. Man könnte diesen Kommentar hier beenden, den Stift fallen lassen und sich dem Schweigen hingeben — denn das gesamte politische Geschehen Rumäniens steckt bereits in diesem Satz. Seit Montag versuchen Menschen mit Restbeständen an Vernunft, aus dem Beschluss des Verfassungsgerichts zum neuen Inkompatibilitätsgesetz irgendeine Logik herauszuschälen. Doch Logik ist in Absurdistan ein...

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