Am ersten Augustwochenende war im Gebiet der Dörfer zwischen Hermannstadt/Sibiu, Kronstadt/Brașov und Schäßburg/Sighișoara kaum noch eine Unterkunft frei. In Deutsch-Weißkirch/Viscri, Deutsch-Kreuz/Criț und Meschendorf/Meșendorf waren alle Pensionen ausgebucht, in Keisd/Saschiz beispielsweise hatte man noch Chancen ein Zimmer zu bekommen, allerdings nur, weil Touristen kurzfristig absagen mussten. So ist es in den letzten Jahren immer während...
Zusammen mit der Pfarrerin im Repser Ländchen, Christiane Schöll, zelebrierte er vor dem Benefiz-Orgelkonzert für deren Reparatur am 5. August in der evangelischen Kirche von Deutsch-Tekes/Ticușu Vechi den Gottesdienst. Die Bänke sind voll, die Besucher aus nah und fern singen freudig mit, im Anschluss kann man sich entspannt im Kirchhof bei Speis und Trank unterhalten. Der perfekte Anlass, um interessante Kontakte zu knüpfen und Geschichten...
Am 23. Juni wurde die neue rumänische Regierung unter der Leitung von Ilie Bolojan eingesetzt. Diese übernahm ihr Mandat mit dem Versprechen einer tiefgehenden Reform des rumänischen Staates, aber auch mit der Vorwarnung anstehender Sparmaßnahmen, die der Normalisierung des Haushaltsdefizits dienen sollten. Auf diesen beiden Pfeilern soll ein moderner tragfähiger Staat entstehen. Die Spar- und Reformmaßnahmen, die wie ein Bulldozer mit dem...
Zum Sparpaket III (oder II?) der Bolojan-Regierung zählt der Versuch, die Sonderrenten – im offiziellen Sprech Rumäniens: „Dienstrenten“ – zwar nicht abzuschaffen (dazu hat hierzulande weder jemand den Mumm, noch die Macht!), aber gesetzlich so zu gestalten, dass sie mit der Zeit von der Bevölkerungsmehrheit nicht mehr als provokante Ungerechtigkeit und freche Bevorteilung einiger Kasten (in erster Linie der Juristenkaste) empfunden werden. Dazu...
Anfang des Sommers 2025 feierte der Dokumentarfilm „Pro Musica – Vreme trece, vreme vine“ seine Premiere – ein beeindruckendes filmisches Porträt über die legendäre rumänische Rockband Pro Musica und ihre über 50-jährige Geschichte (die ADZ berichtete). Im Zentrum steht Gründungsmitglied und Gitarrist Ilie Stepan, der nicht nur die musikalische DNA der Band maßgeblich geprägt hat, sondern auch als Zeitzeuge durch ein halbes Jahrhundert...
Füßetrappeln, Bänkeknarren, verhaltenes Wispern, dann erwartungsvolle Stille. „So voll war die Kirche noch nie“, flüstert es hinter meinem Rücken. Eine Kamera surrt, Handys leuchten und klicken. Neugierige, aber auch wehmütige Blicke schweifen über die Reihe der bestickten ledernen Kirchenmäntel an der Wand, über die Bänke hinauf zur Empore, zum Altar und der Orgel, die darüber thront, in ihrem bunten Prospekt, geziert von exotischen Vögelchen....
Schon als Schüler schrieb der spätere Chefredakteur für die slowenischsprachige Tageszeitung „Primorski Dnevnik“, die in seiner Heimatstadt Trst/Triest/Trieste herausgegeben wird. Brezigar war Rom-Korrespondent seiner Zeitung, ab 1992 bis zu seiner Pensionierung Chefredakteur. Er bekleidete zahlreiche politische Ämter als Gemeinderat und Bürgermeister von Devin-Nabrežina/Duino-Aurisina, als Abgeordneter im Provinzialrat von Triest und im...
Die Zahlen der heißen Tage sowie die der tropischen Nächte in Bukarest befinden sich im Steigen. Eine aktuelle Studie der Weltbank sagt für Bukarest einen massiven Anstieg der mit Extremtemperaturen verbundenen Todesfälle voraus. Doch genau wie die Hitze nicht überall in der Stadt gleich stark auftritt – dort, wo Grünflächen oder Gewässer sind, ist sie deutlich schwächer – betrifft sie manche Menschen mehr als andere. Die einen stöhnen unter der...
„Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“ (Joh. 6,35) Wenn Jesus solches Brot verspricht, von dem wir nie wieder den Hunger spüren, oder solches Wasser, von dem es uns nie wieder dürstet, will er die physische Beschaffung des Menschen weder ignorieren, noch sie auf eine wundersame Art und Weise aussetzten. Wer mit fünf Gerstenbroten und fünf Fischen fünftausend...
Bukarest ist keine Stadt, die man auf den ersten Blick ins Herz schließen kann. Sie ist launisch, überfüllt, hektisch, manchmal zu grau, manchmal zu gelb. Aber wenn man ihr Zeit gibt, wenn man sie buchstäblich kostet, beginnt sie, Geschichten zu erzählen. Und eine der köstlichsten davon wird auf Tellern und in Gläsern geschrieben, im Klirren der Bierkrüge und in den beschatteten Gärten der historischen Gebäude oder am Rande eines der Bukarester...