MEINUNG UND BERICHT: Nachrichtenarchiv

Das gibt es auf keiner Landkarte

Von einem Dorf ist nun die Rede, in dem die Menschen noch ungefähr genau so leben wie ihre Groß- und Urgroßeltern. Von Strom und Telefon können sie nur träumen. Wollen sie in die nächste größere Stadt, müssen sie einen mehrstündigen Fußmarsch durch unwegsames Gelände in einem Kalksteingebirge in Kauf nehmen. Sie ernähren sich hauptsächlich von dem, was um ihre Behausungen herum wächst; manchmal schlachten sie ein Huhn. Ein Lamm oder ein Schwein....

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WORT ZUM SONNTAG: Kommt her und kauft ohne Geld?!

Wohlan, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser! Und die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und esst. Warum zählt ihr Geld für das, was kein Brot ist und sauren Verdienst für das, was nicht satt macht? Höret, so werdet ihr leben!  (Jesaja 55,1-5)„Herzlichen Glückwunsch, wir können ihr Abonnement billiger machen.“ So sagte mir der Vertreter einer Telefongesellschaft und unterbreitete mir seinen Vorschlag. Wenn ich noch weitere zwei Jahre...

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Erstmals den Winter erlebt

Seit nunmehr bald 18 Jahren hilft der Intensivsprachkurs „Deutsch als Fremdsprache“ am Departement für Protestantische Theologie der Lucian-Blaga-Universität in Hermannstadt/Sibiu jungen Menschen, der Sprache von Goethe, Schiller, Kafka und Kant näher zu kommen, diese besser kennen und vielleicht sogar lieben zu lernen. Jedenfalls ermöglicht dieser Sprachkurs den Teilnehmern aus Rumänien, aber auch Ost- und Zentraleuropa sowie den GUS-Staaten,...

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Die neuen Fremdwörter der deutschen Sprache

Isa Heinemann hatte einen prominenten Nachbarn. Der inzwischen zweimalige Oscar-Preisträger Christoph Waltz hat eine Weile zwei Stockwerke über ihr auf der Würzberger Straße im Berliner Bezirk Wilmersdorf gelebt. In Quentin Tarantinos jüngstem Streifen „Django Unchained” spielt der Österreicher den antirassistischen Kopfgeldjäger Dr. King Schultz. Die Rolle bescherte ihm seinen zweiten Academy Award, festigte seine Hollywoodkarriere, die er mit...

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Banater Ethnien zeigen sich im Tanz- und Eilschritt

Die Klänge der Musik, die Trachten, Lieder und Tänze, spezifisch für die traditionellen Ethnien im Banat, locken jedes Jahr Schaulustige zum Festival der Ethnien ins Dorfmuseum, an den Stadtrand von Temeswar/Timişoara. Nach wie vor gibt es dort Kleingebäck, traditionelle Gerichte, erfrischende und auch „harte” Getränke. Die Eile aber, mit der die Veranstalter aus dem Zentrum für Volkskunst und Kultur die Trachtengruppen in diesem Jahr durch die...

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Banater Semmeringbahn zu pachten

In der vergangenen Woche fand an der Bukarester Rumänischen Warenbörse (BRM) eine neue Runde der Ausschreibungen für Eisenbahnstrecken statt, die von der Nationalen Kompanie der Rumänischen Eisenbahnen CNCFR für „nicht wirksam nutzbar“ gehalten werden. Das war die 11. Etappe einer öffentlichen Versteigerungsreihe, bei der diesmal 15 Eisenbahnstrecken angeboten wurden. Aus dem Südbanat (beziehungsweise als Teile der Eisenbahn-Territorialsektion...

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Mit dem Ziel der Resozialisierung für Straßenhunde und Gefängnisinsassen

Flauschig und großäugig: Ein Hundekumpel ist verlässlich, bietet bedingungslose Affektion und erweckt im Menschen ein Gefühl der Verantwortung. Dank der beruhigenden Kraft haben Vierbeiner therapeutische Wirkung und können Menschen helfen: Der Umgang mit Tieren trägt zur Verbesserung des Selbstvertrauens bei. Darauf basiert die unkonventionelle, tiergestützte Therapie, die seit einigen Jahren in Ländern wie den USA, Norwegen oder Deutschland von...

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Die reichen „Staatsgäste“ in Rumäniens Gefängnissen

Zu den bestbezahlten Staatsangestellten Rumäniens zählen die Beamten aus dem Justizsystem, Staatsanwälte und Richter. Sie haben nicht nur die höchsten Löhne und eigene Kranken- und Altersversicherungen (wobei ein großer Teil der monatlichen Beiträge durch den Staat übernommen wird), sondern kassieren auch die höchsten Renten. Im Banater Bergland beispielsweise streichen die bei der Rentenkasse registrierten Richter und ehemaligen Staatsanwälte...

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Religion und Agrarwirtschaft

In den 60ern lebte ich im rumänischen Banat und ich assoziiere meine Kindheit auch mit dem betörenden Duft des frischen Weißbrotes, das man beim Bäcker um die Ecke backen ließ. Man brachte es von dort in einem handgeflochtenen Weidenkorb nach Hause, und bevor meine Mutter es aufschnitt, bekreuzigte sie es dreimal mit einem großen Messer, um sich bei Gott für diesen Brotlaib zu bedanken. Vor dem Einschlafen betete man das Vaterunser und wenn einer...

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Warum auch noch Forum?

Thomas Şindilariu, gebürtiger Kronstädter, studierte in München Geschichte und kehrte in die Heimatstadt zurück, wo er sich Forschungsarbeiten und dem Archiv der Schwarzen Kirche widmet. Er ist Autor und Mitherausgeber mehrere Arbeiten über die ältere und neuere Geschichte Siebenbürgens, mit einem neueren Schwerpunkt in der Erforschung der Jahrzehnte im Kommunismus. Er kandidierte bei den letzten Wahlen für das Amt des Vorsitzenden des Ortsforums...

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