Ob sich die NBZ vor der Wende in ihrer Redaktion daheim gefühlt hat, oder bloß geduldet wähnte, darüber lässt sich wohl lang und breit diskutieren. Für die Zeit nach der Wende ist der neue Sitz der Zeitung auf jeden Fall ein Novum: Die Banater Zeitung und das Korrespondentenbüro der Allgemeinen Deutschen Zeitung sind seit November 2017 im eigenen Sitz des Herausgebers untergebracht. Umzug, kleine Reparaturen und das Fehlen einer adäquaten...
Einen Networkingabend hat der DWC-Banat zusammen mit der Belgisch-Rumänischen sowie mit der Englisch-Rumänischen Handelskammer beim Clubtreffen des Monats Februar in Temeswar veranstaltet. Alain Schodts, der Vorsitzende der Belgisch-Rumänischen Kammer hat – wie das Gespräch mit der BZ ergab – eher ein negatives Bild von den wirtschaftlichen und politischen Gegebenheiten in Rumänien. „Selbst Drago{ Anastasiu, der Rumäne ist“, sei von der...
Wo sind die alten Haudegen von Kommissaren, die offen zugaben, im Dienst der Staatssicherheit von vor 1989 gestanden zu haben? Nein, es hat mich nicht die Nostalgie aus dem Kommunismus eingeholt, sondern ich trauere jenen Tagen nach, als man am Telefon oder bei komplexeren Fragen maximal für den zweiten Tag einen Termin bekam, um mit dem Leiter des Grenzschutzes ein Gespräch zu führen und die Antwort auf journalistische Fragen für jedermann...
In einer der vergangenen Wochen wiesen wir an dieser Stelle darauf hin, dass im rumänischen Fußball vielerorts die Kommune das Geld für die Existenz des Fußballs hinblättert, was keinesfalls was mit Profifußball nach marktwirtschaftlichen Kriterien zu tun hat. Dadurch sind viele Bürgermeister genauso wie im zentralistischen Rumänien von vor 1989 die maßgebenden Personen in einem Verein.
Mit den Gepflogenheiten, die wir heute erläutern wollen,...
Es ist Sensation und Hiobsbotschaft für Rumänien und das Banat zugleich, was die deutsche Zeitung welt.de in ihrer Sonntagsausgabe über die westrumänische Großstadt Temeswar schreibt. Mit Bezug auf eine Mitteilung der Bundespolizei sei „Timișoara der Dreh- und Angelpunkt für Schleuser“. Die Publikation weist im Beitrag auf die skrupellose Art von Schleusern hin, die sich ihre Tätigkeit von Migranten teuer bezahlen lassen und dabei sogar „in Kauf...
Rappelvoll war die Aula Magna der West-Universität vergangener Woche bei der Vorstellung des Kulturprogramms, das der Verein Temeswar – Kulturhauptstadt Europas 2021 und die Partnerorganisationen für das laufende Jahr vorschlagen. Mit einem konsistenten Programm und dem Auftritt als Team wollte der Verein Profil zeigen und auch den Kritiken Einhalt gebieten, die man im Vorfeld über das Programm im Vorjahr gehört hatte.
In Wort und Tat, stets auf das Wichtige und Nachhaltige bedacht: So kennt man Annemarie Podlipny- Hehn, die seit Jahrzehnten ununterbrochen sowohl im Mittelpunkt der Banater deutschen als auch hiesigen multikulturellen Kulturszene steht und wirkt. Die am 20. Februar 1938 in Lowrin geborene Kunsthistorikerin und -kritikerin, Schriftstellerin und Literaturhistorikerin kann ein hierzulande nicht gewöhnliches Lebenswerk vorzeigen, das noch längst...
Zwölf Texte von Germanisten, die aus Rumänien, Deutschland, Österreich, Bosnien-Herzegowina, Ungarn und Norwegen stammen, sind in dem Band „Deutschsprachige Literatur im rumänischen Kulturraum (19.-21. Jahrhundert) / Interkulturelle Begegnungen“ veröffentlicht worden. Ende 2016 hatte der Germanistik-Lehrstuhl an der West-Universität Temeswar sein 60. Jubiläum im Rahmen einer internationalen Tagung gefeiert. Die Arbeiten der Sektion...
Obwohl kein waschechter Temeswarer wird Karl Küttel in der Begastadt und im Banat zu jenen Stadtpersönlichkeiten neben Graf Mercy oder den verdienten Bürgermeistern Karl Telbisz, Josef Geml oder Stan Vidrighin gezählt, die einen entscheidenden Beitrag zum Werden Temeswars von der ehemaligen k.u.k.-Festung zu der modernen Stadt und heutigen Metropole Westrumäniens geleistet haben. Dr. Karl Küttel wurde vor 200 Jahren 1818 in Köszeg, Ungarn, als...
Sind Gemeinden mit nur einigen Hundert Bürgern, meist Rentner, und ohne finanzielle Unterstützung von Industriebetrieben überhaupt sinnvoll? Politische Ambitionen und der Drang, die Zahl der Bürger, die in der Stadt leben, anzuheben, hatte in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends die damalige PSD-Regierung veranlasst, im Jahr 2004 größere Gemeinden in Städte umzuwandeln und reichlich Dörfer in Gemeinden. Wiederholt wurde dies als...